Titelwunder möglich?

Wille, Legenden und Vorbilder nähren Hoffnung!

Oberösterreich
14.02.2024 17:00

Kann man in 15 Runden acht Punkte auf einen Tabellenführer aufholen? Vorm Frühjahrs-Ankick in der 2. Liga ist das jedenfalls das sportliche Monstervorhaben von Fußball-Ried . . . 

Acht Punkte! Das sind im Fußball zwei Siege und zwei Unentschieden. Und das ist damit sehr, sehr viel.

Die SV Ried (29 Zähler) versucht aber alles, diesen Rückstand auf Winterkönig GAK (37 Zähler) in der am Freitag mit dem Heimspiel  gegen FAC wieder startenden 2. Liga auf noch wettzumachen. So lauschten die Spieler zuletzt zur Einstimmung auf das Monstervorhaben einem Vortrag von MMA-Fighter Aleksandar Rakic zum Thema Mentalität.

Experten teils skeptisch

Doch wie realistisch ist ein Meister namens Ried? „Basis dafür ist ein Heimsieg gegen den GAK“, heißt es schon jetzt Richtung des Top-Duells Zweiter -  Erster  am 29. März. „Dank dem könnte es natürlich noch klappen, obwohl selbst dann der Ball noch immer beim GAK liegt“, so Rieds ehemaliger Erfolgsarchitekt Stefan Reiter.

Mit Gerald Baumgartner glaubt der letzte Aufstiegstrainer der Innviertler zwar, dass Ried alleine dank Heimkehrer Ante Bajic im Frühjahr noch mehr gewinnen wird als im Herbst, trotzdem ist auch er skeptisch: „Mit dem Titel kann’s nur klappen, wenn es beim GAK zu einer Missstimmung oder Verletzungsserie kommt.“

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Ich bin überzeugt, dass Ried Meister wird.

Rieds Jahrhunderttrainer Klaus Roitinger

Dagegen erklärt Rieds Jahrhundertspieler Herwig Drechsel: „Es wird nicht einfach, aber es ist machbar und Ried wird das schaffen!“ Daran glaubt auch Rieds Jahrhunderttrainer Klaus Roitinger: „Ich bin überzeugt, dass Ried Meister wird.“

Dortmund, Bayern und Bremen sind Vorbilder

Was zudem Hoffnung macht, ist ein Blick über die rot-weiß-rote Fußball-Landesgrenze, auch wenn international rund 75 Prozent aller Herbstmeister auch am Saisonende in der Tabelle oben stehen. Trotzdem gab es selbst in Top-Ligen schon spektakuläre Aufholjagden: In Deutschland etwa stand VfL Wolfsburg im Winter 2008/09 auf Platz 9. Der Abstand zur Spitze hatte bisweilen elf Zähler betragen, doch dennoch holte der VfL am Ende den Titel. Borussia Dortmund (2 x) und der FC Bayern München (1 x) schafften es, jeweils nach Acht-Punkte-Rückständen die Meisterschaft zu feiern. Im Zeitalter der Zwei-Punkte-Regel waren sechs Zähler Rückstand für einen späteren Meister das höchste der Gefühle: Werder Bremen schaffte dies 1992/93 und der FC Bayern 1993/94.

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