So bitter es auch sein mag: Es ist gut, dass pornografische Deep-Fake-Bilder von Taylor Swift Twitter bzw. X fluteten. Natürlich nicht für Swift selbst - sie wurde zum unschuldigen Opfer dieser „schönen neuen KI-Welt“, deren scheußlichste Auswüchse wir gerade erst kennenlernen.
Aber Swift ist mit ihrem immensen Einfluss eine Art Superwoman unserer Zeit. Sie hat die Möglichkeit, dagegen anzukämpfen - und diesen Missbrauch aus dunklen Internet-Ecken auf die Tagesordnung von Entscheidungsträgern zu bringen. Sodass das Leid unzähliger Frauen nicht länger ignoriert werden kann.
Bereits im Oktober warnte eine Studie vor der explosionsartigen Verbreitung von Deep-Fake-Pornos. Hinter dieser traurigen Entwicklung verbergen sich so viele menschliche Schicksale - Frauen, die eine ganz neue Art sexualisierter Gewalt erfahren müssen. Sogar Schülerinnen werden bereits Opfer dieses abartigen Mobbings. Gedemütigt, der Öffentlichkeit preisgegeben und einer unbekannten Macht ausgeliefert, die sie nicht kontrollieren können. Das kann Leben zerstören.
Jede Plattform, die nicht entschieden gegen diese Deep-Fakes vorgeht, macht sich mitschuldig. Elon Musk hat allerdings aus X einen Sumpf gemacht, in dem sich der Schlamm unkontrolliert ausbreiten kann. Im Falle von Taylor Swift zeigt sich, wie unzähmbar seine digitale Kloake bereits ist. Vielleicht gelingt es zumindest Superwoman Swift, den losgelösten X-Man in die Schranken zu weisen. Und bis dahin könnte man sich einfach von seinem X-Account verabschieden . . .
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