Zu zwei Jahren Haft, acht Monate davon unbedingt, wurde am Montag in Linz ein 45-Jähriger aus Ansfelden verurteilt. Er soll 50 Hunde in kleinen und verdreckten Zwingern gehalten und bei Kämpfen eingesetzt haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Der 45-Jährige musste sich wegen Drogenverkaufs, Waffenbesitzes und Tierquälerei verantworten. Der Mann soll bis September des Vorjahres 50 Hunde im Keller seines Wohnhauses in zu kleinen und verdreckten Zwingern erbärmlich gehalten und bei Kämpfen eingesetzt haben.
Drei Tiere waren verendet
Drei Tiere waren bei der Hausdurchsuchung am 1. September 2023 bereits tot. Sie sollen weder ausreichend Futter noch ausreichend Wasser bekommen haben. Bei dem Polizeieinsatz wurden auch Suchtgift, zahlreiche Waffen, Falschgeld und gefälschte Urkunden sichergestellt.
Urteil angenommen
Der 45-Jährige, der seit September in U-Haft saß, musste sich am Montagvormittag im Landesgericht Linz verantworten, er bekannte sich im Sinne der Anklage schuldig. Das noch nicht rechtskräftige Urteil: 24 Monate Haft, acht davon unbedingt. Fünf Monate U-Haft werden von der Strafe abgezogen. Der Angeklagte nahm das Urteil an, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab.
Tierschützer empört
Jürgen Stadler von der Pfotenhilfe Lochen bewertete das Urteil als „schockierend mild“: „Das kommt direkt einer Anleitung für Verbrecher gleich, wie man trotz schwerster Straftaten einfach davonkommt: Mund halten und schuldig bekennen, führt zu schneller Enthaftung und lächerlich milder Strafe“
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