Mo, 16. Juli 2018

Günstig fahren

14.06.2006 15:05

Mietautos im Urlaub: Wer vergleicht, fährt billiger

Klar, Mietautos sind praktisch. Allerdings kann sich dadurch sogar ein Billigurlaub zu einem unbequemen Kostenfaktor auswachsen. Wie ein Test der Arbeiterkammer in zwölf beliebten europäischen Destinationen zeigt, klaffen die Preise für eine Woche stark auseinander und liegen je nach Anbieter zwischen 155 und 487 Euro. Vor allem, wer auf Vergleiche verzichtet, kann gehörig einfahren.

Folgende Ferienregionen standen auf dem Prüfstand: Mallorca, Gran Canaria, Ibiza (alle Spanien), Antalya (Türkei), Korfu, Rhodos, Kos (alle Griechenland), Lissabon (Portugal), Larnaca (Zypern), Palermo (Sizilien), Cagliari (Sardinien) und Malta. Die AK-Tester ermittelten bei den Anbietern Sixt, Budget, Avis, Hertz, Europcar, Thrifty Car, Sunny Cars und Holiday Autos jeweils den Preis für eine Woche in der Sommerhauptsaison inklusive aller Steuern, Vollkasko-, Diebstahl-, Personeninsassenversicherung und unlimitierter Kilometer ebenso wie Selbstbehalte bei selbstverschuldeten Unfällen und Diebstahl.

Preise schwanken zwischen 155 und 487 Euro
Ans Tageslicht kam, dass sich die Preisunterschiede für ein und denselben Urlaubsort gewaschen haben. Wer etwa die Insel Mallorca mit einem Mietauto erkunden möchte, zahlt beim teuersten Anbieter 215 Euro (135 Prozent) drauf. Das günstigste Angebot liegt hier bei 159 Euro (Sunny Cars), das teuerste bei über 374 Euro (Avis). Ein Mietauto für eine Woche kann je nach Anbieter und Urlaubsregion zwischen knapp 155 Euro (Sixt in Cran Canaria) und fast 487 Euro (Europcar in Antalya) kosten.

Komplizierte Personeninsassenversicherung
Die so genannte Personeninsassenversicherung kann den Gesamtpreis erheblich beeinflussen. So kostet z.B. in Mallorca das Gesamtpaket für eine Woche Automiete bei Sunny Cars 159 Euro, die Insassenversicherung ist in diesem Preis bereits enthalten. Hingegen wird bei Hertz für die gleiche Destination die Personeninsassenversicherung mit knapp 60 Euro noch extra verrechnet. An manchen Standorten wird gar keine Personeninsassenversicherung angeboten.

Nur Griechenland gegenüber 2005 billiger
Gegenüber 2005 fanden unterschiedliche Preisveränderungen statt. Während auf den griechischen Inseln die Preise im Durchschnitt sinken (minus 2,9 Prozent in Kos, bis zu minus 10,5 Prozent in Rhodos), sind in den meisten Destinationen - insbesondere spanische Reiseziele (von plus 4,3 Prozent in Mallorca bis plus 11,3 Prozent in Ibiza) - die Preise gestiegen.

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