0:6 im Test gegen Weiz. Ein katastrophaler Auftritt der Oberwarter, der Fragen aufwirft. Der Kader ist qualitativ hochwertig, dennoch geht plötzlich die Angst beim Ostligisten um. Erleidet man gar das Siegendorf-Schicksal aus der letzten Saison?
Was haben die Oberwarter denn vor? Diese Frage stellen sich viele rot-goldene Fußball-Affine. Zurecht. Rep, Mester, dazu die bereits vorhandenen Farkas, Huber und Ried. Der Ostligist hat zig Kicker im Kader, die einen klingenden Namen haben. Aber jetzt einen erheblichen Schuss vor den Bug bekommen haben. Die 0:6-Klatsche im Test gegen den Regionalligsten (Mitte) Weiz wiegt schwer - und wirft Fragen auf.
„Inferior und peinlich“
Drastisch wie treffend formulierte es der Sportliche Leiter des Klubs, Peter Lehner. „Die Leistung war inferior und peinlich. So kann man nicht auftreten, das war unterirdisch.“ Rumms! Kaum Zusammenhängendes, viele Eigenfehler. Oberwarts Ensemble wirkte nicht nur weit weg von der Normalform, sondern erschreckend schwach!
Ähnlich kritisch sah auch Coach Klaus Guger die Performance seiner Mannschaft. „So eine Leistung ist nicht akzeptabel. Das war wirklich ganz schwach.“ Auch wenn es „nur“ ein Vorbereitungsspiel war, könnte man ob der prekären Situation im Abstiegskampf nervös werden. „Ideal ist so ein Spiel nicht, vor allem das Ergebnis ist ein Wahnsinn“, weiß Guger. Der sauer ist, aber die Spieler nicht anzählt. „Jeder weiß, dass man sich so nicht präsentieren darf. Das wird unter keinen Umständen noch einmal passieren. Und ich werde sicher meine Schlüsse daraus ziehen, auch in Sachen Aufstellung.“
Wir wissen, wie schnell es gehen kann und was mit Siegendorf in der letzten Saison passiert ist. Wir müssen höllisch aufpassen!
Klaus Guger, Trainer SV Oberwart
Dass beim Aufsteiger den Status quo keiner auf die leichte Schulter nimmt, ist auch klar. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Siegendorf mit einem guten Kader - und Adaptierungen im Winter - am Ende der Spielzeit 2022/23 doch absteigen musste! „Wir wissen, wie schnell es gehen kann und was mit Siegendorf in der letzten Saison passiert ist. Wir müssen höllisch aufpassen und in jeder Partie ums Überleben kämpfen“, so Guger.
Klassenerhalt ist ein Muss
Vielleicht kommt diese herbe Pleite auch in der richtigen Phase der Vorbereitung. Man hat genug Zeit (rund fünf Wochen bis zum Rückrundenauftakt), um Adaptierungen vorzunehmen, an Stellschrauben zu drehen. Auch den Offensiv-Motor in Gang zu bringen und defensive Böcke abzustellen. Zudem beginnt der verletzte Ex-Bundesliga-Kicker Rajko Rep bald mit dem Mannschaftstraining. Denn eines steht fest: Mit dem bestehenden Kader ist der Klassenerhalt nicht nur das erklärte und klare Ziel, sondern ein absolutes Muss. Selbst wenn womöglich das Siegendorf-Schicksal in den Köpfen der Oberwarter herumspukt.
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