Massenzuwanderung, Kriminalität, Krieg: So zeichnen die Republikaner in den USA die Zukunft unter Präsident Joe Biden. Die Bilder dazu wurden von einer künstlichen Intelligenz (KI) generiert. Die SPÖ OÖ ruft nun alle heimischen Parteien auf, im Nationalratswahlkampf auf derartige Irreführung zu verzichten.
Digitale Fälschungen von echten Bildern zu unterscheiden, fällt zunehmend schwer. Besonders perfide erscheinen sogenannte Deep-Fake-Videos, in denen die KI Personen Worte in den Mund legt, die sie so nie gesagt haben.
Junge haben wenig Vertrauen
Experten warnen davor, dass Betrachter auf diese Weise leicht in die Irre geführt werden können. Gerade wahlkämpfende Parteien könnten das für ihre Zwecke nutzen. Vor allem junge Menschen, die verstärkt Social Media als Informationsquelle nutzen, scheinen sich der Gefahr bewusst zu sein: Laut einer aktuellen Jugendstudie der Donau-Versicherung vertrauen nur sieben Prozent der Jugendlichen den Inhalten auf Instagram und Co.
Ich lade alle Parteien in Oberösterreich dazu ein, auf den Einsatz von Fake-Videos zu verzichten, und schlage vor, eine gemeinsame Vereinbarung diesbezüglich im Hinblick auf die Wahlkämpfe 2024 zu unterzeichnen.
Florian Koppler, SPÖ-Landesgeschäftsführer
Kein Einsatz von Deep Fake
Angesichts des bevorstehenden Nationalratswahlkampfs möchte nun SPÖ-Landesgeschäftsführer Florian Koppler eine Vereinbarung aller oö. Parteien erreichen: Sie sollen im Wahlkampf auf den Einsatz von Deep Fake verzichten. „Wählerinnen und Wähler sollen ihre Entscheidung aufgrund von informierten Überlegungen treffen und nicht aufgrund von Falschinformationen im Netz“, so Koppler.
Lesen Sie dazu auch den Kommentar von „Krone“-Redakteur Christian Ortner:
Du sollst nicht irreführen
Die Frage, ob wir künstliche Intelligenz wollen, stellt sich nicht. Sie ist künftig so oder so nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Entscheidend wird sein, ob wir sie für sinnvolle und innovative Zwecke nutzen oder zur Täuschung, zum Aufwiegeln und Spalten. Wenn es nötig ist, dass sich Volksvertreter offiziell dazu bekennen, auf Letzteres - also auf Fake-Wahlkampf - zu verzichten, ist das beschämend für den Zustand der Politik. Denn es sollte ohnehin selbstverständlich sein - auch auf Wahlplakaten, bei Fernseh-Duellen oder im Bierzelt - das Wahlvolk nicht mit haarsträubendem Unsinn in die Irre zu führen.
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