In der dritten Runde der Tennis-Australian-Open hat es am Freitag in Melbourne einige klare Favoritensiege gegeben. Den Vogel schoss dabei Titelverteidigerin Aryna Sabalenka mit einem 6:0,6:0 gegen die Ukrainerin Lesia Zurenko ab. Bei den Männern feierte der Südtiroler Wien-Sieger Jannik Sinner gegen den argentinischen Kitzbühel-Sieger Sebastian Baez einen 6:0,6:1,6:3-Erfolg. Das Aus kam aber für die österreichischen Kitzbühel-Sieger Alexander Erler/Lucas Miedler im Doppel.
Sabalenka verpasste Zureko die Doppel-Null in nur 52 Minuten, die Belarussin hat in den drei Runden bis zum Einzug ins Achtelfinale bloß insgesamt sechs Games abgegeben. Zum Handshake mit Zurenko nach dem verwerteten Matchball kam es nicht, die Nummer 28 des Turniers verweigerte es wegen des von Belarus unterstützten russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. „Ich bin mit dem Niveau meines Spiels super-glücklich“, erklärte Sabalenka davon unbeeindruckt. „Ich hoffe, dass es so weiter geht - oder sogar besser.“ Die topgesetzte Polin Iga Swiatek habe 2023 viele Sätze 6:0 gewonnen, da wolle sie auch näher hin.
Gauff souverän weiter
Um den Einzug ins Viertelfinale mag es für die 25-jährige Nummer 2 des Turniers härter werden, die Gegnerin ist Amanda Anisimova. Die nach einer längeren Pause auf Weltranglistenplatz 442 zurückgefallene US-Amerikanerin schaltete die frühere spanische Weltranglistenzweite Paula Badosa mit 7:5,6:4 aus. Sabalenka nahm es gelassen: „Ich bin glücklich, dass sie (Anisimova) zurück ist und ich erwarte mir ein hartes Match.“ Mit Coco Gauff zog auch eine andere Favoritin ins Achtelfinale ein, die US-Open-Siegerin gewann ein US-Duell mit Alycia Parks ähnlich glatt 6:0,6:2.
Der als Nummer vier eingestufte Sinner wiederum ließ Baez keine Chance, im Turnierverlauf hat der 22-Jährige damit weiter keinen Satz abgegeben. „Im allgemeinen fühle ich mich hier wirklich großartig“, meinte Sinner nach seinem Erfolg. „Es funktioniert im Moment sehr gut. Mal schauen, wie es in den nächsten Runden läuft.“ Sein Gegner im Achtelfinale ist nun der Karen Chatschanow, die Nummer 15 des Turniers, nachdem der Russe dem Tschechen Tomas Machac mit 6:4,7.6(4),4:6,7:6(5) das Nachsehen gegeben hat.
Tsitsipas nun gegen Fritz
Auch der als Nummer sieben gesetzte Stefanos Tsitsipas beeindruckte in Runde drei, der Franzose Luca van Assche unterlag 3:6,0:6,4:6. Mit einem Satzverlust kam der nächste Gegner des Griechen weiter, der zwölfgereihte Taylor Fritz. Der US-Amerikaner schaltete den Ungarn Fabian Maroszan mit 3:6,6:4,6:2,6:2 aus.
Australien-Duo zu stark für Erler/Miedler
Erler/Miedler unterlagen in der Auftaktrunde den Australiern Max Purcell/Jordan Thompson 2:6,6:7(8). Damit ist Sebastian Ofner der letzte verbliebene Österreicher im Turnier. Der Steirer steht an der Seite des Franzosen Alexandre Muller in Runde zwei, in der es gegen die starken Deutschen Kevin Krawietz/Tim Pütz geht.
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