Do, 20. September 2018

Nach der Wende

18.04.2012 14:45

Verrücktes Trio macht Party in der "Russendisko"

Ein zusammenbrechendes System, eine noch nicht existierende neue Ordnung und junge Leute, die nichts zu verlieren haben: Unbeschwerter und nostalgiegefütterter könnte ein Blick zurück auf die beginnenden 90er-Jahre in Ostberlin kaum sein als jener der Bestseller-Verfilmung "Russendisko" (Kinostart: 20. April). Wladimir Kaminer erzählte in seiner skurrilen Alltagsmomente-Sammlung von den Begebenheiten, die ihm und seinen Freunden als aufgeweckten russischen Auswanderern direkt nach dem Mauerfall in der noch existierenden DDR zustießen.

Wladimir (Matthias Schweighöfer), Mischa (Friedrich Mücke) und Andrej (Christian Friedel) sind förmlich unzertrennlich, wohnen im Ausländerwohnheim Marzahn und verkaufen billiges Bier am Bahnhof, um sich über Wasser zu halten. Der Handel floriert, weswegen nun auch begonnen werden kann, Mischas Musikkarriere voranzutreiben. Dass er als Einziger nur eine begrenzte Aufenthaltsgenehmigung erhalten hat, stört in den ersten Monaten kaum.

Ganz im Gegenteil: Wladimir trifft zufällig auf die russische Tänzerin Olga (Peri Baumeister), die er im Off-Theater beobachtet und an die er sein Herz verliert. Alles könnte so einfach sein, würde Mischas Visum nicht auslaufen - und würden die Pläne zur Verlängerung der Genehmigung nicht auch Olgas Freundinnen betreffen.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Von Ausländerwohnheim zur Bleibe am Prenzlauer Berg: Unverbrauchte Metropolenbilder, die Fallstricke der Liebe und drei moderne, vife Musketiere, die zur Seilschaft in allen Lebenslagen werden, machen diesen von schwungvollem Soundtrack beschallten Film zu einem echten Feelgood-Movie. Regie: Oliver Ziegenbalg.

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