Feuchtes Frühjahr schadete nicht nur den Knollen, sondern auch dem gefürchteten Rüsselkäfer. Der sonnenreiche September brachte den begehrten Rüben aber heuer einen hohen Zuckergehalt ein.
Wenn Stefan Freudenschuß dieser Tage auf seinen Rübenacker fährt, um die Ernte einzufahren, macht er seinem Namen alle Ehre: Denn der Landwirt kann wie viele seiner Zunftgenossen aufatmen. Nach eher mauen Prognosen, dürften sich die heurigen Erträge mindestens im Durchschnitt bewegen. Ein feuchter Frühling gepaart mit einem trockenen Sommer brachte laut dem Hauptabnehmer Agrana ungünstige Wachstumsbedingungen. Allerdings hatten die Niederschläge im Frühjahr auch negative Folgen für den so gefürchteten Rübenrüsselkäfer.
Technologiesprung bei Schädlingsbekämpfung
Dessen Population im Zaum zu halten, war für die Bauern angesichts eines Pestizidverboten der EU eine schwierige Aufgabe. In ein paar Jahren, hört man vom Verband, möchten die Landwirte dem Schädling mit neuen Technologien auf RNA-Basis zu Leibe rücken. Nochmals zum Wetter: Dank dem sonnigen September ist wiederum der Zuckergehalt der unansehnlichen Feldfrüchte nun eher hoch.
Während die sogenannte Kampagne in Österreichs größter Zuckerfabrik in Tulln bereits seit Wochen angelaufen ist, läuft im Mostviertel – wo Freudenschuß daheim ist – die Ernte derzeit auf Hochtouren. 120 Tonnen Zuckerrüben wird er mit seiner „Verlademaus“ vom Acker in Bergland, Bezirk Melk, auf Lkw verladen. Mit diesen geht es dann ab nach Tulln. Für Verkehrsteilnehmer ist also auf den Routen dazwischen wieder Vorsicht geboten.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.