Viele Krankmeldungen

Infekte haben Saison, doch Antibiotika sind knapp

Oberösterreich
26.10.2023 08:00

Viele Landsleute plagen sich im Moment mit einer rinnenden Nase, einem Kratzen im Hals oder Hustenreiz - fast 14.000 waren deswegen in der Vorwoche in Oberösterreich krankgemeldet. Weiterhin sind mehrere Antibiotika-Medikamente für Kinder und Erwachsene nur eingeschränkt verfügbar.

Die Nase läuft, der Hals kratzt, es wird gehustet und geniest. Fast 14.000 Menschen waren in Oberösterreich in der Vorwoche wegen grippaler Infekte im Krankenstand, mit der echten Grippe mussten 40 Landsleute das Bett hüten. Während die Symptome bei beiden Erkrankungen zwar ähnlich sind, fallen sie bei der Influenza deutlich heftiger aus. Besonders Menschen über 60, Säuglinge und Kleinkinder sind gefährdet, dass diese Erkrankung einen schweren Verlauf nimmt. So starben im Vorjahr österreichweit laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES rund 4000 Personen mit der echten Grippe, fünf davon waren Kinder.

Was soll man tun, wenn man krank ist?
Wer an einem grippalen Infekt laboriert, soll „täglich 1,5 Liter Wasser oder ungesüßten Tee trinken, sich ins Bett legen und auf einen gut gelüfteten Raum achten“, informiert die Ärztekammer OÖ. Wenn sich die Symptome nach fünf Tagen nicht bessern, ist ein Gang zum Hausarzt ratsam.

Hamsterkäufe können zu Engpass führen
Klassische Grippemedikamente wie Schmerzmittel, Nasensprays oder Hustensäfte sind laut Apothekerkammer momentan gut verfügbar und sollten auch in keiner Hausapotheke fehlen. „Aber Hamsterkäufe können zu Engpässen führen“, wird betont. Die gibt es aktuell schon bei den Antibiotika, sowohl für Kindern als auch für Erwachsene. So sind zum Beispiel Ceclor oder Klacid in flüssiger und auch in Tablettenform derzeit nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Auch der fiebersenkende Nureflex-Saft für Kleinkinder ist laut Liste des Bundesamts für Gesundheitswesen weiterhin nicht lieferbar.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von „Krone“-Redakteurin Andrea Kloimstein:

Nicht alles war schlecht!
Jeder kennt das: Man ist zu krank zum Arbeiten, aber zu gesund, um sich ins Bett zu legen, schleppt sich folglich irgendwie in die Arbeit. Zu Corona-Zeiten wäre es unmöglich gewesen, sich mit einer rinnenden Nase oder einem permanenten Hustenreiz ins Büro zu setzen. Heute bleibt diese Entscheidung wieder jedem selbst überlassen. Auch einer meiner Lieblingskollegen laboriert an einem ausgeprägten Männerschnupfen und macht das einzig Richtige: Er geht nach Hause und gibt Ruhe, bis er wieder gesund ist. Vielleicht war nicht alles zu Corona-Zeiten schlecht

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