Mangel an Fachkräften

Prognose der Stadtforscher sorgt für Alarmstimmung

Oberösterreich
27.07.2024 12:00

Bereits jetzt hat Linz mit einem akuten Fachkräftemangel zu kämpfen. In den kommenden zwei Jahrzehnten dürfte sich das wohl kaum ändern. Zwar wird die Landeshauptstadt einwohnermäßig bis 2041 weiter stark wachsen. Die Zahl der Erwerbsfähigen bleibt aber fast unverändert bei rund 140.000 Personen. 

Für rauchende Köpfe sorgen die jüngsten Prognosen der Linzer Stadtforschung. Sie sagen zwar ein Wachstum der Landeshauptstadt von derzeit 212.000 auf knapp 223.000 Personen bis 2041 voraus. Die Zahl der Erwerbsfähigen bleibt mit rund 140.000 Personen annähernd gleich. Das liegt daran, dass besonders die Gruppe der Über-65-Jährigen von 39.000 auf rund 51.000 Personen wachsen wird.

Bald fehlen 40.000 Fachkräfte
Im Großraum Linz-Wels sieht es ähnlich aus – siehe Grafik unten. Demgegenüber steht ein rasant anwachsender Bedarf an Fachkräften. Bereits 2030 werden im Großraum Linz-Wels rund 40.000 Fachkräfte fehlen.

(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

„Diese Herausforderung wird sich verschärfen, wenn nichts unternommen wird“, warnt Bürgermeister Klaus Luger. Die Stadt schöpfe zwar alle Möglichkeiten aus, beispielsweise bei der gezielten Akquisition von Fachkräften aus dem Ausland, ist aber dabei aber auch stark auf Bund und Land angewiesen.

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Für Pensionisten muss es beim Weiterarbeiten eine steuerliche Entlastung geben.

Klaus Luger, SPÖ-Bürgermeister

Luger schlägt deshalb ein Kombi-Modell zur Anwerbung von Arbeitskräften aus Nicht-EU-Ländern vor. Es soll ein halbes Jahr eine 50-prozentige Beschäftigung bei heimischen Arbeitgebern geben, der Rest sollen bundesfinanzierte AMS-Ausbildungsmaßnahmen sein. „Die Rot-Weiß-Rot-Karte soll für alle Berufe geöffnet und realistische Einkommenshöhen sollen festgelegt werden“, so Luger.

Einbürgerungen beschleunigen
Eine Beschleunigung der Einbürgerungsverfahren von bereits in Österreich lebenden und integrierten Ausländern sei dringend notwendig, ebenso die Erleichterung des Familiennachzuges. Vollzeit-Einkommen müssten steuerlich bevorzugt werden.

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