Große Politik am schönen Weißensee: EU-Militärvertreter Starlinger und LH Kaiser über Kriege, Krisen & Kärntens Chance.
Mit der Rede von Thomas Starlinger wird die „Landschaft des Wissens“ am Weißensee zu einer höchst brisanten Veranstaltung. Denn der Kärnten-Kenner (war hier stationiert) ist Österreichs Militärrepräsentant in Brüssel und hat zuvor den Bundespräsidenten täglich mit nachrichtendienstlichen Informationen versorgt. Er weiß also, wovon er redet, wenn er die geopolitische Lage in Europa als düster einordnet: „Der Ukraine-Krieg war wenig überraschend – nur hat er die Gesellschaft überraschend getroffen, weil wir keine geeignete Strategie hatten.“ Und die fehle nach wie vor – dabei hätten Experten nach dem Israel-Krieg schon die nächste Krise in Taiwan durch China auf dem Radar.
Europa hält sich für das Zentrum der Welt, aber die Zahlen sagen anderes. Ein Beispiel sind die Satelliten: Von den 53.000 gehören 5000 allein Elon Musk.
Generalmajor Thomas Starlinger, Militärrepräsentant für EU & NATO
„Wer Taiwan hat, kontrolliert die weltweite Chipindustrie“, warnt Starlinger vor weiteren Abhängigkeiten und Ressourcenproblemen. Kärnten könnte zumindest mit Firmen wie Infineon beim Aufbau intelligenter Lieferketten eine Rolle spielen – was das Weißensee-Thema „Global denken, lokal handeln“ widerspiegelt. Auch Landeshauptmann Peter Kaiser sieht noch Chancen für die Regionen – und fordert auf EU-Ebene, dass diese mehr Rechte bekommen, etwa in Form eines zweiten Parlaments. Getreu seinem Motto: „Besser mitmischen als auslöffeln!“
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