Katias Kolumne

Warum polarisiert Kurz bis heute?

Kolumnen
18.10.2023 12:00

Die Zuschauerplätze beim heutige Prozessauftakt von Sebastian Kurz & Co. sind ausreserviert. Das Interesse am Ex-Kanzler scheint ungebrochen, obwohl er bereits seit fast zwei Jahren keinen Platz mehr auf der politischen Bühne hat. Warum polarisiert Kurz so wie kein anderer? Nun, er legt es ja auch gezielt darauf an …

Natürlich hat sich Kurz den aktuellen Prozess weder ausgesucht noch gewünscht. Er würde dieser Tage wohl lieber irgendwelchen wichtigen Menschen die Hand schütteln, als vor Gericht zu stehen. Dennoch gewinnt man den Eindruck, dass Kurz wieder in die Öffentlichkeit drängt. Film-Premiere hier, Ho-Event und Insta-Fotos da - so umtriebig ist keiner, der wirklich in Ruhe Zeit mit seiner Familie haben möchte!

Der Rücktrittsgrund wirkt schal 
Es sei ihm ja auch vergönnt, wenn er nach wie vor das Licht der Öffentlichkeit genießt. Und wenn sich Menschen finden, die sich dafür interessieren, was ein Alt-Kanzler in seiner gewonnenen Freizeit so macht: wieso nicht? Der Rücktrittsgrund - dass er bei seinem Kind sein möchte - wirkt dadurch nur etwas schal. Aber auch da gilt: Er ist eine Privatperson, er kann tun, was er will!

Polarisierung ist etwas Fruchtbares 
Polarisierung ist in der Politik prinzipiell etwas Fruchtbares. Es gilt: Wer nicht polarisiert, der interessiert nicht. Solange die Für-Gruppe mindestens genauso groß ist wie die Gegner-Gruppe, geht die Rechnung auf. Es schadet nicht, Fans, aber auch sogenannte Hater als Politiker um sich zu scharen.

Wann Kurz in die Politik zurückkehren könnte … 
Das ist wohl auch seine Kalkulation, wenn es denn um ein mögliches Comeback in die Politik geht. Auch, wenn er immer wieder beteuert, kein Interesse an einer Rückkehr zu haben: Das glaubt ihm doch keiner! Kurz ist ein Typ, der gebeten werden möchte. Und sollte das Wahlergebnis bei der nächsten Wahl für Karl Nehammer mau sein, könnte die ÖVP vielleicht wirklich schwach werden …

Freispruch immer noch möglich 
Dazu müsste Kurz aber in seinem Prozess freigesprochen werden. Und das ist nicht ganz ausgeschlossen - auch, wenn das so mancher gar nicht gerne hören wird. Der Weg wäre dann frei für eine Ära 2.0. Die andere Frage ist, ob die Wähler darauf so viel Lust hätten …

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