Mi, 12. Dezember 2018

Gewalt geht weiter

04.03.2012 12:56

Syrien: Leichen von Journalisten ausgeflogen

Die Leichen der beiden westlichen Journalisten, die vergangene Woche in der umkämpften syrischen Rebellenhochburg Homs getötet wurden, sind am Sonntag aus Syrien ausgeflogen worden. Der französische Botschafter in Damaskus sagte, die Leichen der US-Reporterin Marie Colvin und des französischen Fotografen Remi Ochlick hätten die syrische Hauptstadt Damaskus an Bord einer Maschine der Air France in Richtung Paris verlassen.

Zuvor waren die Leichen an westliche Diplomaten übergeben worden. Wie Vertreter des Roten Kreuzes mitteilten, wurde die Leiche der Amerikanerin Colvin von syrischen Behörden polnischen Diplomaten ausgehändigt. Polen nimmt die Interessen der USA in Syrien wahr. Die Leiche Ochliks sei französischen Diplomaten übergeben worden.

Die beiden Journalisten waren am 22. Februar im umkämpften Stadtviertel Baba Amr beim Bombardement eines improvisierten Pressezentrums getötet worden. Die französischen Journalisten Edith Bouvier und William Daniels sowie der britische Fotograf Paul Conroy wurden bei dem Beschuss verletzt. Bouvier und Daniels konnten am Freitagabend nach Frankreich zurückkehren (siehe Infobox), Conroy schaffte es gemeinsam mit dem spanischen Reporter Javier Espinosa, über die Grenze in den Libanon zu fliehen.

Rettungskräften wird Zutritt verweigert
Unterdessen gelang es Rettern von Rotem Kreuz und vom Rotem Halbmond erneut nicht, das belagerte Viertel Baba Amro in Homs zu erreichen. Der Aktivist Abu Imad sagte, dass Regime-treue Milizen weiterhin die Bevölkerung in dem Stadtteil "terrorisierten" und junge Männer hinrichteten. Aus diesem Grund würden die Rettungskräfte auch nicht in das Gebiet gelassen.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz teilte mit, dass die Helfer von den Behörden bereits den zweiten Tag in Folge daran gehindert würden, Hilfsgüter in das Viertel zu bringen.

Mehr als 7.500 Tote seit Beginn des Aufstands
Seit Beginn des Aufstands gegen Präsident Bashar al-Assad vor einem Jahr sind nach UN-Schätzungen mehr als 7.500 Menschen getötet worden. Menschenrechtler gehen von allein 700 Toten im vergangenen Monat in der Stadt Homs aus.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Digitale Trends
Die besten Smartphones zum Weihnachtsfest
Digitale Trends
Champions League
LIVE ab 21 Uhr: Juve, City und Bayern um Platz 1
Fußball International
Rassismus-Fall
Eklat! „Rückkehr der Banane“ empört die Schweiz
Fußball International
Gewinnspiel
Mit krone.at Kinotickets gewinnen!
Gewinnspiele
Crash bei Schneeregen
Massenkarambolage mit Verletzten auf der S5
Niederösterreich
Champions League
LIVE ab 18.55 Uhr: Real will Rache für ZSKA-Pleite
Fußball International
ÖFB gegen Polen
Mega-Ansturm auf Tickets für EM-Quali-Hit
Fußball International
Ambulanzen geschlossen
Proteste vor Beschluss der Krankenkassen-Reform
Österreich
Experten-Prognosen
Gibt es heuer ein weißes oder grünes Fest?
Österreich
Abschied unter Tränen
Nach 13 WM-Titeln: Norwegens Northug hört auf!
Wintersport

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.