Nach Spott und Häme

„Eine Schande“: Jetzt meldet sich Maguires Mutter

Fußball International
14.09.2023 13:24

Englands Harry Maguire wird häufig Opfer von zahlreichen Beleidigungen. Nun meldet sich seine Mutter Zoe in einer Instagram-Story zu Wort und geht mit den Kritikern hart ins Gericht.

„Als Mutter ist das Niveau der negativen und beleidigenden Kommentare, die von einigen Fans, Experten und den Medien kommen, eine Schande und völlig inakzeptabel für alle Aspekte des Lebens. Und wir reden von jemandem, der sich für seinen Verein und sein Land abrackert“, schreibt sie. Zuvor hatte bereits Englands Nationaltrainer Gareth Southgate über die Meinungsmacher in den englischen Medien geschimpft.

Maguire, der bei Manchester United seinen Stammplatz und die Kapitänsbinde verloren hat, wurde im Hampden Park am Dienstag bei Englands 3:1-Auswärtssieg im Testspiel gegen Schottland zur Halbzeit eingewechselt und erzielte ein Eigentor in der 67. Minute. Der 30-Jährige wurde daraufhin zum Ziel von Schmähgesängen der schottischen Fans.

„Diese Art von Missbrauch wünsche ich niemandem."
Maguires Mutter: „Ich verstehe, dass es in der Welt des Fußballs Höhen und Tiefen, Positives und Negatives gibt, aber was Harry abkriegt, geht weit über den Fußball hinaus.“ Sie sieht ihren Sohn als mahnendes Beispiel, ähnliches könne schließlich auch junge Spieler und Spielerinnen treffen: „Harry hat ein großes Herz und es ist gut, dass er mental stark ist und damit umgehen kann, denn andere können das vielleicht nicht. Diese Art von Missbrauch wünsche ich niemandem.“

„[...], aber ich kann damit umgehen“
Und Maguire selbst? Der geht mit dem Spott beeindruckend locker um. Gegenüber der englischen „Sun“ sagte er: „Wir wussten, dass es feindselig wird in Schottland und in der zweiten Halbzeit habe ich das meiste abbekommen. Ich komme damit klar, keine Sorge. Sie haben den Druck auf mich geladen. Ich würde nicht sagen, dass ich es gewohnt bin, aber ich kann damit umgehen.“ Und weiter: „Ich würde nicht sagen, dass ich eine Person bin, die mental mit Druck zu kämpfen hat. Ich habe in den vergangenen Jahren viel durchgemacht und war vier Jahre lang Kapitän bei Manchester United. Die Angriffe auf mich nehmen den Druck von meinen Mitspielern und laden ihn auf mich. Es lässt sie besser spielen, da bin ich mir sicher.“

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(Bild: KMM)



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