11.01.2012 08:45 |

Feuer selbst gelegt

Grazer kommt bei Zimmerbrand ums Leben

Bei einem Zimmerbrand in Graz ist Mittwoch früh ein 52-jähriger Mann ums Leben gekommen. Wie die Obduktion am Nachmittag ergab, war der Mann ohne Fremdweinwirkung an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Das Feuer war offenbar vom Opfer ausgelöst worden. Die Polizei geht daher von einem selbstverschuldeten Unfall oder Selbstmord aus.

Das Feuer war im ersten Stock eines Hauses in der Lagergasse 89 ausgebrochen. Ein Nachbar alarmierte gegen 2 Uhr früh die Einsatzkräfte, da er aus der Wohnung nebenan ein Wimmern gehört hatte und es stark nach Rauch roch.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte drang bereits dichter, schwarzer Qualm aus dem Fenster der brennenden Wohnung (Bild). Die Feuerwehr musste die Tür aufbrechen und fand den 52-Jährigen im Wohnzimmer leblos vor. Der Frühpensionist wurde sofort ins Stiegenhaus gebracht, trotz Wiederbelebungsmaßnahmen kam für ihn jede Hilfe zu spät.

Feuer an mehreren Stellen gelegt
Der Brand konnte rasch unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden, die gesamte Wohnung wurde durch das Feuer und den Rauch stark in Mitleidenschaft gezogen. Laut Feuerwehr beträgt der Schaden rund 20.000 Euro. Der Rest des Hauses blieb von den Flammen verschont. Für die übrigen Hausbewohner bestand keine Gefahr.

Wie die Ursachenermittlung ergab, komme ein technischer Brandauslöser nicht infrage. Das Feuer war an mehreren Stellen ausgebrochen, ausgelöst offensichtlich vom Wohnungsbesitzer. Ob dies in einem Zustand der Verwirrung passierte oder ob der Mann die Brände gezielt gelegt hat, werde sich nicht mehr klären lassen, so der ermittelnde Kriminalist.

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