Michi Gründler manövriert das Salzburger Sozialprojekt „Apropos“ durch Dick und Dünn. Im Gespräch mit der „Krone“ erzählt sie, wo sie den Umgang mit sehr unterschiedlichen Menschen gelernt hat.
Seit 21 Jahren leitet Michaela „Michi“ Gründler das preisgekrönte Salzburger Sozialprojekt Straßenzeitung „Apropos“. Heuer feiert dieses sein 25-jähriges Bestehen.
Die gebürtige Linzerin schafft hier den Spagat zwischen akademisch gebildeten Menschen, die sie für Artikel interviewt, und (ehemals) obdachlosen Menschen, die „Apropos“ verkaufen.
Linzerin machte Projekt zu fixer Größe in Salzburg
„Der Imbissstand meiner Eltern, wo ich schon als Kind mithalf, war eine geniale Schule“, erzählt die 50-Jährige lachend. Dort habe sie schon mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun gehabt. Seit Gründler kurz nach ihrem Germanistik- und Publizistikstudium in Salzburg „Apropos“ übernommen hat, ist dieses eine fixe Größe in Salzburg. „Jetzt stellt uns sogar ein Luxushotel aus“, strahlt Gründler.
Anstrengend sei die Arbeit schon, gesteht sie ein. Darum meditiere sie jeden Morgen eine halbe Stunde und fahre immer mit dem Rad in die Arbeit.
Neu: Ein Stadtpaziergang der anderen Art
So schöpft sie Energie für ständig neue Projekte wie dieses: Die Salzburger Straßenzeitungsverkäuferin Evelyne Aigner gibt auf einem mit Michaela Gründler entwickelten Stadtspaziergang ihre sehr persönlichen Erfahrungen weiter. Aigner war und ist selbst arm. Doch sie hat in Salzburg viele Menschen und Einrichtungen erlebt, die ihr geholfen und sie immer wieder aufgerichtet haben. Drei dieser Stationen können Salzburger bei dem neuen Spaziergang jeden Donnerstag näher kennenlernen.
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