Rohrkrepierer-Rebellion. Hat sich der einstige Koch von „Zar“ Putin die Finger verbrannt? Vorerst scheint Jewgenij Prigoschin, der seinen Freund Wladimir einst bekochte, später zum weltweit gefürchteten, blutrünstigen Söldner-Führer von Putins Gnaden aufstieg, abserviert zu sein. Seinen Marsch auf Moskau, der am Samstag weltweit für Unruhe gesorgt hatte, stoppte er 200 Kilometer vor der russischen Hauptstadt. Angeblich nach Vermittlung des weißrussischen Putin-Vasallen Lukaschenko. Es heißt, dass Prigoschin nach seiner Rohrkrepierer-Rebellion freies Geleit zugesichert wurde, er soll nach Weißrussland ausgereist sein. Putin also der große Gewinner des Duells mit seinem einstigen Freund? Die Macht des Präsidenten gesichert? Mitnichten!
Gefährliche Putin-Schwäche. Am Samstag wankte Putin, er hat sich noch einmal halten können. Aber sein Land droht nun im Chaos zu versinken. Der russische Präsident sei nun geschwächt, sagt auch der österreichische Russland-Experte Gerhard Mangott. Sollte Prigoschin jetzt nicht stillhalten, müsse er in Putins Augen „liquidiert werden“. Und so rechnet nicht nur Mangott mit noch einem „zweiten und dritten Akt“. Sorgen macht man sich auch in Österreich - weshalb am Sonntag die Regierungsspitze zum sogenannten „Krisenkabinett“ rief. Bundeskanzler Nehammer sprach dabei davon, dass der Krieg Russlands gegen die Ukraine nun deutlich „Spuren nach Russland“ trage. Noch deutlicher sein Vize Werner Kogler: „Die innerrussische Lage war besorgniserregend und bleibt es in einer gewissen Weise auch.“ Und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sprach davon, dass die Schwäche des russischen Präsidenten Putin gefährlich werden könne. Da hat sie wohl recht.
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