27.11.2011 12:14 |

10 bzw. 20 Monate

'Po-Grapsch-Affäre' im Iran: Lange Sperren für Kicker

Bis zu zwei Monate Haft und 74 Peitschenhiebe hatten ihnen gedroht – jetzt sind die zwei wegen ihres als unmoralisch angesehenen Torjubels ins Gerede gekommenen iranischen Fußball-Nationalspieler mit zehn bzw. 20 Monaten Sperre davongekommen. Jeder der beiden Spieler muss allerdings zudem 30.000 Dollar (22.677 Euro) Strafe zahlen.

Persepolis-Verteidiger Mohammad Nosrati (im Bild links), der nach einem Treffer seinem Teamkollegen Shey Rezaei ans Hinterteil gegriffen haben soll, wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA am Sonntag für zehn Monate suspendiert. Rezaei wurde sogar für 20 Monate vom Spielbetrieb ausgeschlossen.

Nosrati hatte sich nach dem Spiel entschuldigt und betont, die Geste sei unabsichtlich gewesen. "Ich hatte keine Ahnung, wo meine Hand hinfasste", sagte er. Durch die andauernden Zeitlupen-Wiederholungen des staatlichen Fernsehens habe eine normalerweise harmlose Geste ein übertriebenes Gewicht bekommen.

Millionen TV-Zuschauer hatten Ende Oktober den Torjubel von Nosrati und Rezaei live verfolgt. Im islamischen Iran wurde die Geste als Skandal angesehen.

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