Tierschutz-Petition

Elend in Mastbetrieben - in Österreich geduldet!

Tierecke
14.06.2023 13:43

Ein Leben lang auf steinharten, scharfkantigen Betonspalten dahinvegetieren! Eine immense Tierquälerei - nicht nur für Schweine, sondern auch für Rinder, die in der Mast bis zu zweieinhalb Jahre auf engstem Raum stehen müssen. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat eine Petition gegen die aktuellen Haltungsbedingungen gestartet - jede Unterschrift zählt!

Nicht nur Schweine, sondern auch Mastrinder, also in erster Linie Stiere sowie Ochsen und sogenannte Kalbinnen (geschlechtsreife Kuh vor dem ersten Abkalben), müssen in Österreich zu 70 Prozent auf einem Vollspaltenboden leben. Das ist ein Boden aus Beton, der durchgängig mit scharfkantigen Spalten, 3,5 cm breit, im Abstand von 8 cm zueinander, durchzogen ist.

Platzangebot weniger als in einem Kleinwagen - bis zu 30 Monate lang
Der Sinn dieser Haltungsform ist es, bei Rindern wie bei Schweinen, dass man sich nicht mehr um das Ausmisten der Stallungen kümmern muss. Die Tiere treten durch ihre Bewegungen selbst den Kot durch die Spalten durch, und der Urin fließt ab. Dafür ist es aber nicht möglich, auf Vollspaltenboden Stroh oder eine andere weiche Einstreu zu verwenden, weil diese die Spalten verkleben und erst wieder ein Ausmisten nötig machen würde. Deshalb bietet man den Rindern auf Vollspaltenboden auch so wenig Platz.

Die Automarke Smart Fortwo ist 2,7 Meter lang und 1,7 Meter breit. Im Vergleich: ein bis zu 650 Kilogramm schwerer Stier hat 1,5 x 1,8 Meter Bodenfläche für sich, sein gesamtes Leben von 20 Monaten lang!

Leidenszeit der Mastrinder auf Vollspaltenboden

  • Stiermast: 20 Monate
  • Kalbinnenmast: 24 Monate
  • Ochsenmast: 30 Monate
Zitat Icon

Bei Rindfleisch in Österreich denken Konsumenten an Weide- und Almhaltung. Doch nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Mastrinder in Österreich werden genauso intensiv industrialisiert gehalten wie die Schweine. Das MUSS ein Ende haben!

Martin Balluch vom Verein gegen Tierfabriken (Bild: APA/HERBERT NEUBAUER)

DDr. Martin Balluch, Obmann vom Verein gegen Tierfabriken

Fristen in Kot und Urin
Diese Tiere können sich nicht ausreichend bewegen, sie können ihr Sozialverhalten nicht ausleben, sie haben keine ausreichende Beschäftigung. Trotzdem ist diese Haltungsform in Österreich gesetzlich erlaubt. Statt weichem, nach Gras und Wiesenkräutern duftendem Naturboden gibt es also mit Kot und Urin verschmutzten, stinkenden, harten Vollspaltenboden. Zudem fehlen oftmals die gesetzlich vorgeschriebenen trockenen Liegeflächen.

Initiative des VGT: Das Leid der Mastrinder auf Vollspaltenboden beenden!
Ein Umdenken ist dringend notwendig! Denn eine alternative Haltungsform mit weichem Einstreu ist auch in Österreich etabliert und wirtschaftlich machbar. In einem Land mit Tierschutz als Staatsziel darf kein Tier mehr auf Vollspaltenboden leben müssen.

Der Verein gegen Tierfabriken hat nun eine Kampagne gestartet, um das Leid der Mastrinder auf Vollspaltenboden, analog zum Schweineleid, in die öffentliche Diskussion zu bringen. Hier geht es zur Petition gegen die aktuelle Haltungsform. Unsere Tierecke-Redaktion unterstützt diese wichtige Initiative - bitte unterschreiben auch Sie!

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