Die Hoffnungen von Moniz auf eine Trendwende wurden bitter enttäuscht, denn seine Mannschaft präsentierte sich über weite Strecken ideen- und vor allem leidenschaftslos. "Die Disziplin und Leidenschaft waren sehr schwach, und das, obwohl es für uns ein Spiel des Lebens war", sagte der Niederländer, der von "gefühlten 80 Prozent verlorenen Zweikämpfen" sprach.
Neben der schlechten Einstellung nannte der Trainer unter anderem das Verletzungspech der vergangenen Wochen, das fehlende Selbstvertrauen und auch das mangelnde Potenzial als weitere Gründe für die Misere. "Wir haben Fehler gemacht, die nicht nur mit Leidenschaft, sondern auch mit Qualität zu tun haben", kritisierte der 47-Jährige, der seinen 27-Mann-Kader in der Winterpause reduzieren will.
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Moniz hat keine Angst um seinen Job
Trotz der fünften Auswärtsniederlage en suite bangt Moniz nicht um seinen Job. "Eine Trainerdiskussion gibt es vielleicht von außen, aber nicht von mir. Als Trainer muss man immer stark und positiv bleiben." Für Roman Wallner ist die Misserfolgsserie nicht auf den Betreuer zurückzuführen. "Nach so einem Match muss sich jeder von uns einen Spiegel vorhalten und fragen, ob er alles gegeben hat", sagte der Schütze des zwischenzeitlichen 1:1, dessen Kollege Franz Schiemer einen Muskelfaserriss im Oberschenkel erlitt.
Burgstaller und Hofmann spielen Salzburg schwindlig
Rapid hat hingegen den holprigen Saisonstart endgültig überwunden. Steffen Hofmann ist seit seiner Rückkehr auf eine offensivere Position wieder die dominante Persönlichkeit und hat mit Guido Burgstaller einen kongenialen Mitspieler gefunden. "Ich spiele mit Steffen sehr gern zusammen, er kennt meine Laufwege", meinte der Dreifach-Torschütze, zu dessen drei Treffern Hofmann die Vorarbeit geleistet hatte. Zu Saisonbeginn wurde Burgstaller noch von einer schweren Knieverletzung zurückgeworfen, mittlerweile ist er aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. "Man schießt nicht alle Tage gegen Salzburg drei Tore. Ich bin sehr froh, dass es für mich hier jetzt so gut klappt", sagte der 22-Jährige.
Sonderlob auch für Patocka, Katzer und Heikkinen
Hofmann erhielt von Peter Schöttel ebenso ein Sonderlob wie die laut dem Coach bereits abgeschriebenen Jürgen Patocka, Markus Katzer und Markus Heikkinen. Über die Qualitäten von Burgstaller wusste Schöttel schon in seiner Zeit bei Wiener Neustadt Bescheid. "Nach zwei, drei Monaten in Wiener Neustadt habe ich gesagt, dass er ein typischer Rapid-Spieler ist. Er ist unbekümmert, hat keine Angst, ist schnell und hält vorne die Bälle."
Freistoß-Trick aus den 90er-Jahren
Schöttel hält Burgstaller für einen potenziellen Teamspieler, auch weil er variabel einsetzbar ist. "Er kann im 4-2-3-1 alle Offensivpositionen spielen", sagte der Rapid-Trainer über den Kärntner, der seinen ersten Treffer gegen Salzburg nach einem gelungenen Freistoßtrick erzielte. Einstudiert wurde die Variante laut Schöttel am Sonntagvormittag von Assistenz-Trainer Thomas Hickersberger - der Sohn von Ex-Teamchef Josef Hickersberger praktizierte diese Finte bereits Ende der 1990er-Jahre bei Vorwärts Steyr.








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