Richtiges Verhalten

Wildtiere reagieren im Frühjahr besonders sensibel

Tierecke
18.04.2023 17:40

Im Frühjahr stehen die Bäume im Saft, die Gräser und Blumen beginnen langsam zu wachsen und die Natur erwacht nach dem Winter wieder zum Leben. In diese Zeit fällt auch die Eiablage beim Federwild, das Setzen von Jungtieren beim Haarwild sowie die Jungenaufzucht. Daher sind Wildtiere im Frühjahr besonders anfällig und reagieren mitunter sensibel auf jede Art von Störung, was sich vor allem beim Niederwild wie Feldhase, Fasan und Rebhuhn negativ auf die Besätze auswirken kann.

Werden Jungtiere zu viel Stress ausgesetzt, sind sie anfälliger für Krankheiten, womit sich ihre Überlebenschance verringert. Gerade im Frühjahr ist es daher wichtig, Rücksicht auf Jungtiere und Gelege bzw. Nester zu nehmen. Ein wichtiger Punkt ist dabei, Hunde im Wald und auf den Feldern anzuleinen, da Junghasen und Rehkitze auf ihre Tarnung vertrauen und nicht flüchten. Das dient auch dem Schutz des Hundes: Das Schwarzwild hat ebenfalls gefrischt und führende Bachen mit Frischlingen sind in dieser Zeit aggressiver.

Sechs Verhaltensregeln im Wald

  • Immer auf (Forst-)Straßen oder markierten Routen und Steigen bleiben.
  • Hunde an die Leine nehmen. Sie können Wildtiere hetzen, verletzen oder sogar töten.
  • Aufenthalt in der freien Natur während des Tages und nicht in der Nacht sowie ruhiges Verhalten zu jeder Zeit.
  • Drohnennutzung und Paragleiten einschränken, auf ausreichenden Abstand achten.
  • Das Betretungsverbot von Fütterungsbereichen einhalten.
  • Den eigenen Müll wieder mit nach Hause nehmen.

Rücksicht nehmen in der Natur
Der niederösterreichische Jagdverband appelliert zudem, bei der Freizeitgestaltung in der Natur bestehende Gesetze und grundsätzliche Verhaltensregeln zu beachten: „Beim Wandern sollte man auf den markierten Wegen bleiben, um nicht in die Lebensräume der Wildtiere einzudringen, wo sich vermehrt Jungtiere finden. Trifft man dennoch auf Jungtiere, ist es wichtig, diese keinesfalls mitzunehmen oder zu berühren, weil sie dadurch vom Muttertier verstoßen werden. Man sollte sich auch nicht zu weit annähern, da so natürliche Feinde auf die Tiere aufmerksam werden. Durch fehlende Vegetation und somit fehlende Deckung wird das weiter verschärft“, so Landesjägermeister Josef Pröll.

Aufklärung und Sensibilisierung
„Halten alle Menschen die Vorschriften in den Wäldern und rund um die Felder im Interesse der Wildtiere ein, steht einer Erholung in der Natur nichts im Wege.“ Um Freizeitnutzer für die Bedürfnisse der jungen Wildtiere zu sensibilisieren, startete der niederösterreichische Jagdverband auch dieses Jahr wieder eine Informationskampagne, um über das richtige Verhalten im Wald und auf den Feldern aufzuklären.

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