FPÖ schäumt

Posten für steirischen Ex-Museumschef „erfunden“

Steiermark
18.02.2023 06:00

Die FPÖ wirft der steirischen Landesregierung wieder einmal Freunderlwirtschaft vor. Der Job von Ex-UMJ-Boss Wolfgang Muchitsch war im Stellenplan nämlich gar nicht vorgesehen.

Postenbesetzungen bei landesnahen Betrieben oder Institutionen sagt man in der Steiermark ja gern ein gewisses „Geschmäckle“ nach. Landeshauptmann Christopher Drexler gelobte diesbezüglich bei seinem Amtsantritt Besserung. Doch die politische Opposition findet immer wieder Haare in der dann offenbar doch nicht so transparenten Posten-Suppe des Landes.

Beim weiß-grünen Museumsflaggschiff Joanneum (UMJ) muss man dafür auch gar nicht so genau hinschauen, werden jetzt viele unken. Denn als die bisherige kaufmännische UMJ-Geschäftsführerin Alexia Getzinger kurzerhand zur (interimistischen) Chefin des Tierparks Herberstein ernannt wurde, war das Kopfschütteln nicht nur zwischen Trautenfels und Stainz förmlich spürbar. Die FPÖ wollte es genauer wissen und stellte eine Anfrage über die Hintergründe der Postenrochade im Universalmuseum an den LH.

Drexler verneinte in der Beantwortung jegliche politische Einflussnahme und erneuerte das Versprechen, dass die Leitung der Tierwelt neu ausgeschrieben werde. Die Blauen wollten außerdem wissen, was es mit dem Wechsel von Getzingers einstigem UMJ-Geschäftsführerkollegen Wolfgang Muchitsch ins Museum für Geschichte auf sich habe.

Dabei musste Drexler eingestehen, dass Muchitschs Posten im Stellenplan gar nicht vorgesehen war. „Sein Gehalt wollte man uns auch nicht nennen“, ärgert sich FPÖ-Kultursprecher Marco Triller. „Während andere Länder wie Oberösterreich klare Regeln für die Postenvergabe im öffentlichen Bereich haben, riecht es bei uns weiter nach Postenschacher aus der proporzpolitischen Mottenkiste.“

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