24.03.2005 17:03 |

Ring frei

Fight Night Round 2

Schlagkräftige Argumente braucht es um bei dem neuesten Spiel von EA Sports erfolgreich bestehen zu können. Bei Fight Night Round 2 geht es wieder darum um den Gegner zu tänzeln, Jabs und kräftige Uppercuts auszuteilen, dabei die eigene Deckung nicht zu vernachlässigen und schlussendlich wenn möglich nicht nur durch Punkte sondern mit einem klassischen KO zu gewinnen.

Neben der Option sofort einen Kampf zu bestreiten, gibt es noch eine ausgiebige Trainingsmöglichkeiten sowie das Herzstück des Spiels, den Karrieremodus.  Dank der erworbenen Lizenz können dabei so bekannte Namen wie Evander Holyfield oder Mohammed Ali gesteuert werden.

Am Anfang erstellt man sich seinen Boxer über eine komfortable Menüführung, wobei so gut wie alles eingestellt werden kann. Dies reicht von der Nasenform bis hin zu den Box-Handschuhen oder den Tattoos des Boxers. Danach werden, ähnlich wie bei einem Rollenspiel, Punkte auf die verschiedenen Fähigkeiten verteilt. Diese entscheiden, ob seine Stärke bei möglichst kraftvollen Schlägen oder einer unglaublichen Wendigkeit und Schnelligkeit liegen.

Beim Training, welches automatisiert oder in Form von Minispielen bewältigt werden kann, wird aus dem anfänglichen Waschlappen, bei richtiger Dosierung, ein furchterregendes Muskelpaket. Wer es allerdings übertreibt, bekommt schnell die Rechnung präsentiert, da sich dann die Fitnesswerte des übertrainierten Boxers dramatisch wieder verschlechtern.

Die Karriere beginnt im Amateurlager, als blutiger Anfänger und Nobody. Nachdem man sich erfolgreich durch diese Liga geboxt hat, folgen beinharte Kämpfe im Profilager. Ist man dort ebenfalls erfolgreich, ist das Ziel zum viel umjubelten Boxstar aufzusteigen fast erreicht.

 Die Kämpfe steuern sich wie schon in Teil 1 sehr intuitiv. Über den rechten Analogstick wird die Schlagbewegung nachgemacht. Klingt kompliziert, ist es aber, nach kurzer Eingewöhnungsphase, überhaupt nicht. Natürlich dürfen auch unerlaubte Mittel, wie Tiefschläge, eingesetzt werden. Nur vom Schiedsrichter sollte man sich hierbei nicht erwischen lassen. Ist die kämpferische Überlegenheit besonders groß, kann man auch schon mal den Gegner gepflegt verhöhnen.

Wird ein besonders harter Treffer gelandet, wechselt das Spiel in eine Art Zeitlupenmodus, in dem man dann versucht den Gegner endgültig in den Ringstaub zu schicken. Dieser versucht natürlich dem Nieder- oder KO-Schlag möglichst zu umgehen und sucht sein Heil, darin zu klammern.

Erwischt es einen selbst und wird man auf den Boden geschickt, sieht man aus der Sicht des Boxers denn Schiedsrichter der einen anzählt. Aufgrund des vernichtenden Treffers ist aber alles verschwommen. Ziel ist es nun mit Hilfe beider Analogsticks wieder für eine klares Bild zu sorgen, bevor man ausgezählt wird. In den Ringpausen kann entweder selbst oder aber auch automatisiert der Boxer versorgt werden. Dabei müssen Schwellungen oder kleine und größere Cuts behandelt werden.

Die Grafik und die Animationen sind sehr gut gelungen und wirken sehr lebensecht. Soundeffekte und Rapmusik sorgen für zusätzliche Atmosphäre.

Fazit:
Fight Night Round 2 ist eine gelungene Fortsetzung der Serie. Die Änderungen wurden maßvoll vorgenommen und haben das Spiel noch besser gemacht. Von technischer Seite wurde ebenfalls ganze Arbeit geleistet. Fight Night Round 2 ist somit nicht nur Box-Fans empfehlenswert.

Plattform: PS2
Hersteller: EA Sports
Krone.at-Wertung: 87%

Freitag, 18. Juni 2021
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