Ausweichstadion

Liegt Lustenaus Lösung in Liechtenstein?

Vorarlberg
14.12.2022 15:55

Während Austria Lustenau seine neue Spielstätte baut, braucht der Verein für den Spielbetrieb in der Bundesliga ein Ausweichstadion. Die Möglichkeiten im Land sind begrenzt, darum wurde natürlich auch ein Auge über die Grenze geworfen.

Für Rapid wäre es wohl ein Alptraum, würde Austria Lustenau während des Stadionumbaus seine Heimspiele in Vaduz austragen. Schließlich verbinden die Hütteldorfer mit dem Rheinparkstadion und dem FC Vaduz eine ihrer größten internationalen Pleiten. Große Angst vor einer Rückkehr nach Liechtenstein muss Rapid aber nicht haben - ein Ausweichen in die liechtensteinische Hauptstadt scheint für die Austria nicht möglich.

Zwar würde man den österreichischen Bundesligisten in Vaduz nicht ungern sehen, wie Tobias Vollmar von der Gemeinde bestätigt, doch ein dauerhaftes Ausweichen für eineinhalb Saisonen ist nur schwer realisierbar. „Bei uns trägt ja nicht nur der FC Vaduz seine Heimspiele aus, sondern zudem auch das Nationalteam.

Nicht alle Vereine haben eine gute Erinnerung an das Rheinparkstadion in Vaduz. (Bild: GEPA)
Nicht alle Vereine haben eine gute Erinnerung an das Rheinparkstadion in Vaduz.

Es wäre also äußerst schwierig, das alles zu koordinieren. Was ich mir vorstellen kann, ist, dass Lustenau einzelne Spiele bei uns austrägt, dann wäre das Rheinparkstadion endlich einmal voll. Die Austria kann gerne einen Antrag bei der Gemeinde stellen, wir helfen, wenn es irgendwie möglich ist. Auch mit der Miete würden wir dem Verein sicher entgegenkommen“, würde Vollmar ein mögliches Ansinnen positiv sehen.

Allerdings schreibt die österreichische Bundesliga zwingend ein dauerhaft benutzbares Ausweichstadion vor. Zudem müssen Liga-Spiele laut Statut auch innerhalb der Landesgrenzen durchgeführt werden. Da bräuchte es wieder eine Ausnahmegenehmigung.

Vorstandssprecher Bernd Bösch (re.) ist auf der Suche nach einem Ausweichstadion, um den Spielbetrieb für Coach Markus Mader und sein Team zu sichern. (Bild: Maurice Shourot)
Vorstandssprecher Bernd Bösch (re.) ist auf der Suche nach einem Ausweichstadion, um den Spielbetrieb für Coach Markus Mader und sein Team zu sichern.

Die Zeit drängt
Austrias Vorstandssprecher Bernd Bösch bestätigt, dass Vaduz durchaus als Option angedacht wurde. „Es scheint allerdings nicht sehr realistisch.“ Deshalb konzentriert sich der Verein auf eine Vorarlberger Lösung. Die Zeit drängt jedoch, noch vor Weihnachten will man - so Bösch - ein Gespräch mit Altach Geschäftsführer Christoph Längle suchen.

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