Entscheidung in Ischgl

Wegen Energie: Freibecken in neuer Therme gesperrt

Tirol
27.11.2022 18:00

Erste Einblicke in die „Silvretta Therme“ in Ischgl, die am 8. Dezember ihre Pforten öffnet. Das 75-Millionen-Euro-Projekt hat keinen leichten Start. Die Energiekrise zwingt zu Einschränkungen. Badegäste müssen beim Ticketkauf schnell sein.

Wie in einem Bienenstock geht es dieser Tage in der „Silvretta Therme“ in Ischgl zu. An vielen Ecken wird noch gebohrt und geschraubt. Nur das große Erlebnisbecken ist bereits startklar. Einmal musste die Eröffnung des Schwimmbads schon verschoben werden. Doch für den Start am 8. Dezember sind alle zuversichtlich.

Durch Sperre ein Drittel der Energie einsparen
75 Millionen Euro hat die Silvretta Seilbahn AG in das Projekt investiert. Zwei Gebäude, vier Stockwerke, eine Kubatur von 75.000 Kubikmeter, mehr als 1000 Quadratmeter Wasserfläche, 1500 Quadratmeter Saunabereich, Platz für 400 Bade- und 180 Saunagäste – das sind einige der Eckdaten des Megaprojektes. Ein Projekt, das in der Energiekrise einen denkbar schwierigen Start hat. „Das größte Freibecken werden wir im ersten Winter nicht öffnen“, erläutert Geschäftsführer Andreas Ramsauer beim Rundgang mit der „Krone“. So könne man ein Drittel der Energie sparen. Kleinere Außenbecken im Bade- und im Saunabereich gehen aber in Betrieb.

Die Freibecken müssen mit Gas geheizt werden. Der Rest des Gebäudes wird mit Erdwärme versorgt. 37 Erdsonden wurden dafür verlegt. „Wir haben uns für höhere Investitionen zugunsten nachhaltiger Energiekreisläufe entschieden“, sind die Seilbahn-Vorstände Markus Walser und Günther Zangerl heute froh über die Entscheidung, die vor mehr als drei Jahren fiel. Auch die Abwärme des 1300 Quadratmeter großen Eislaufplatzes, der ums Gebäude führt, wird genutzt. Ob die Eisfläche zur Eröffnung startklar ist, ist noch unklar.

Mit der Auslastung steigen auch die Eintrittspreise
Auf die Besucher wartet ein „dynamisches Preissystem“. Heißt in der Praxis: Mit der Auslastung und anderen Kennzahlen (zum Beispiel Wetterdaten) steigt der Preis. Kurzentschlossene könnten da schon vor der Tür ins Schwitzen geraten. 21 Euro beträgt aktuell der Grundtarif für drei Stunden Therme. Dieser klettert mit den Buchungszahlen in die Höhe. Eine Obergrenze sei definiert, heißt es. Wo diese liegt, das will man vorerst nicht verraten. Der Drei-Stunden-Preis könnte aber an der 40-Euro-Marke kratzen.

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