Zwei neue Fälle

Internet-Betrüger schlugen erneut bei Steirern zu

Steiermark
22.11.2022 19:00
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Beinahe täglich gibt es derzeit in unserem Bundesland Meldungen über Internet-Betrügereien. Jetzt wurden wieder zwei neue Fälle bekannt. Eine 40-Jährige und ein Geschwisterpaar (26 und 30) verloren jeweils über 50.000 Euro!

Die Frau aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag erhielt auf einer Social-Media-Plattform die Werbeanzeige einer Investment-Firma. Am 3. November trat sie mit dieser Firma in Kontakt. Daraufhin wurde die Steirerin mehrmals telefonisch und nachrichtlich (Messenger Dienst) von Mitarbeitern dieser Firma kontaktiert und zur Installierung einer App sowie Einrichtung eines Handelskontos aufgefordert. Die Frau stimmte, in der Absicht einen finanziellen Gewinn zu machen, zu. Die 40-Jährige überwies einen geringen Geldbetrag auf ein deutsches Konto. In Folge kam es zu Rückbuchungen und weiteren Überweisungen. Ein direkter Zugriff auf dieses Konto war der Frau nicht möglich. Jedoch wurde ihr stets ein hoher Bargeldbetrag versprochen bzw. angezeigt.

Als die Frau die Aufnahme eines Kredites verweigerte, wurde sie misstrauisch. Dieser Verdacht wurde mit einem Telefonat: „FBI, wir suchen die Telefonnummer eines unbekannten Täters“ erhärtet. Daraufhin begab sich die Frau zur Polizeiinspektion Bruck an der Mur. Ersten Ermittlungen zufolge könnte es sich bei den Tätern um seit dem Jahr 2017 überörtlich agierende Betrüger handeln. Die Schadenssumme beträgt mehr als 50.000 Euro.

Geschwisterpaar als Opfer
Ein 30-Jähriger aus dem Bezirk Liezen wurde im Internet auf eine Webseite aufmerksam. Nachdem die Homepage seriös wirkte, registrierte sich der 30-Jährige. Kurz darauf traten vermutliche Finanzberater mit dem Opfer in Kontakt. In den darauffolgenden Monaten erschlichen sich diese Finanzberater zusehends das Vertrauen des Mannes. Es kam zu Investitionsgeschäften in Form von Bitcoins. Sogar die Schwester (26) des 30-Jährigen investierte bei der Plattform. Auf Anraten der „Finanzberater“ hätten die Opfer Konto Umschichtungen durchführen sollen. Dabei stellte das Geschwisterpaar fest, dass sie keinen Zugriff auf das fiktive Konto hatten. Es kam zur Anzeige bei der Polizei. Der Schaden beträgt mehr als 50.000 Euro.

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