Der angeklagte Böller-Werfer (27) bettelte vor Gericht: „Bitte nicht ins Gefängnis“. Die Richterin gab ihm aufgrund des Geständnisses noch eine „letzte Chance“.
„Ich habe noch immer ein Pfeifen im Ohr“, erzählt das Opfer der Richterin am Dienstag im Landesgericht Salzburg. Ein Knalltrauma hatte der Pinzgauer erlitten, nachdem der nun angeklagte Einheimische einen Böller in nächster Nähe explodieren ließ. Darauf folgten Todesdrohungen vom Böller-Werfer. Passiert ist das Ganze am 6. August vor einem Lokal in Zell am See. Der Angeklagte (29), ein dreifach einschlägig vorbestrafter Straßenbauarbeiter, hat sich nach anfänglichen Unklarheiten geständig erklärt. „Mir ist meine Freiheit ganz wichtig, bitte nicht ins Gefängnis“, bettelte er die Richterin mehrfach an.
Aufgrund des Geständnisses gab es für den Angeklagten noch eine „letzte Chance“, wie die Richterin erklärte. Sie attestierte dem 29-Jährigen auch ein Alkohol-Problem: „Sie müssen was tun. Das nächste Mal gibt es definitiv unbedingte Haft.“ Das noch nicht rechtskräftige Urteil - neun Monate auf Bewährung samt einer unbedingten 3600 Euro Geldstrafe - nahm er sofort an. Zudem muss er Schmerzengeld zahlen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.