Paukenschlag im Grazer Finanzkrimi: Stefan Tschikof tritt als Finanzdirektor der steirischen Landeshauptstadt zurück. Sein Nachfolger ist der ehemalige Innsbrucker Finanzdirektor Johannes Müller.
Das kam dann doch überraschend: Nach dem Wirbel um die drohende Pleite der Murmetropole, Rechnungshof-Schelte inklusive, trat nun der Finanzdirektor zurück. Offiziell legt Tschikof aus „privaten Gründen“ mit 17. November sein Amt zurück. „Ich bedanke mich von ganzem Herzen bei Stefan Tschikof für die hervorragende Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Seine Entscheidung ist bedauerlicherweise zur Kenntnis zu nehmen“, sagt KPÖ-Finanzstadtrat Manfred Eber.
Interimistisch wird ihm nun Johannes Müller nachfolgen. Der 43-Jährige war zuletzt pikanterweise im Stadtrechnungshof tätig, kennt also die Probleme des Grazer Budgets nur zu gut. „Kurz- und mittelfristig wird es nicht einfach. Ich werde mein Bestes geben und glaube an die Kraft transparenter, wertschätzender und klarer Kommunikation, Vertrauen und Verantwortung“, sagt der gebürtige Tiroler, der während der Corona-Zeit zwischen Juni 2020 und Juli 2021 Finanzdirektor von Innsbruck war.
„Mit Johannes Müller steht uns ein ausgewiesener Kenner des Hauses Graz zur Verfügung und ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, sagt Eber. Im ersten Quartal 2023 wird die Ausschreibung zur Neubesetzung der Leitung der Finanzdirektion erfolgen. Auf Wunsch von Müller wird Tschikof übrigens weiter eine Stabstelle in der Finanzdirektion bekleiden.








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