Ideen gesucht!

Ludescher Steinbruch wird neues Leben eingehaucht

Vorarlberg
14.11.2022 06:25

Seit 120 Jahren wird in Ludesch Gesteinsmaterial abgebaut. Da die Bewilligung bald auslaufen wird, geht es nun darum, ein Konzept für die Nachnutzung zu erstellen. 

Es eröffnet sich ein imposantes Bild, wenn man sich dem Steinbruch nähert. 160 Meter hoch türmt sich dieser vor einem auf, die abertausende Quadratmeter blanken Felses sind Zeugnis einer mittlerweile 120-jährigen Abbaugeschichte und stehen somit auch symbolisch für die dynamische Entwicklung des Walgaus.

Noch gibt es eine Bewilligung für die Abförderung von Gesteinsmaterial, doch auch ein Steinbruch hat ein Ablaufdatum. Stellt sich die Frage, was man mit einem brachliegenden Steinbruch anfangen soll? Antworten darauf sucht ein Projektteam, das sich zusammengefunden hat, um über die Nachnutzung nachzudenken. Mit einem „Kick-Off“-Event wurde die einjährige „Explorationsphase“, die mit EU-Fördergeldern unterstützt wird, eingeläutet. „Wir glauben, dass man solche Projekte nicht mehr im stillen Kämmerlein ausarbeiten kann und möchten alle dazu einladen, mitzudenken und Ideen für den Steinbruch einzubringen“, sagt Philipp Tomaselli stellvertretend für die Abbau-Gesellschafter. Es gehe nun zuvorderst darum, den Steinbruch für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen und neu zu entdecken. Aus diesem Perspektivenwechsel sollen dann Ideen für die Zukunft entstehen.

Diverse Kulturinstitutionen - etwa der „Kultursteg“ oder die Villa Falkenhorst - werden den Steinbruch künftig bespielen, Platzkonzerte und Feste sind ebenfalls auf dem Areal geplant. Weiters sind auch Sportvereine und Unternehmen dazu eingeladen, die imposante Location zu nutzen. „Durch Veranstaltungen aller Art wird der Steinbruch auch über die Region hinaus bekannt“, ist der Ludescher Bürgermeister Martin Schanung überzeugt. Um solche Events zu ermöglichen, wurden eigens ein „Felshotel“ als Veranstaltungsraum sowie Container für Toiletten aufgebaut, weiters ist das Gelände abgesichert worden.

Um tatsächlich alle Nutzungspotenziale auszuloten, werden Experten und ein Beratungsunternehmen den „Explorationsprozess“ begleiten. „Viele Köpfe bringen viele Ideen“, freut sich Tomaselli schon auf spannende Inputs und Visionen.

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