Vorarlberg wird diese Woche zum Weltcup-Hotspot! Ein Jahr bevor die FIS Snowboard, Freestyle und Freeski Weltmeisterschaften im März 2027 im Montafon steigen, sind ab Freitag die Snowboardcrosser um Doppelolympiasieger Alessandro „Izzi“ Hämmerle zum alljährlichen Kräftemessen am Grasjoch zu Gast. Davor geben bereits die Skicrosser ein Comeback im Ländle.
„Die Strecke soll heuer ja schon in die Richtung gehen, wie sie es dann auch im kommenden Jahr bei der WM machen wollen“, weiß Alessandro Hämmerle. Am Sonntag war der 32-jährige Gsachurner in Erzurum (Tur) auf Rang sechs gefahren und kommt damit als Fünfter der Gesamtwertung – 92 Punkte hinter Leader Adam Lambert (Aus) – zum Heimrennen, das er bereits fünfmal gewinnen konnte.
Das erste Training, bei dem mit Elias Leitner ein weiterer Lokalmatador am Start sein wird, steigt am Freitag, ehe am Samstag die Quali und am Sonntag die Final-Heats (ab 11) gefahren werden.
Die Rückkehr der Skicrosser
Bereits ab Dienstag geben die Skicrosser ihr Weltcup-Comeback im Montafon. Denn erstmals seit Dezember 2019 sind auch sie wieder im Ländle am Start. Anders als damals, als der Gargellner Frederic Berthold der einzige Lokalmatador war, dürfen sich die Fans heuer auf eine Ländle-Armada freuen!
Oberländer Debütantin
Neben den Olympia-Startern Sonja Gigler und Nici Lussnig, ist auch Claudio Andreatta wieder mit dabei. Zudem wird die Oberländerin Leonie Lussnig – zuletzt Zweite beim Europacup auf der Reiteralm – ihr Weltcupdebüt geben. „Mein Trainer Thomas Harasser hat mir am Freitag gesagt, dass ich mitfahren darf“, verrät die 20-Jährige. Die ersten Trainings steigen am Dienstag, für Mittwoch sind die Qualis geplant und am Donnerstag (13.29) starten die Finals.
Es ist angerichtet! Mit seinem zweiten Olympiasieg hat Alessandro Hämmerle etwas mehr als ein Jahr vor Beginn der Heim-WM ganz Vorarlberg in Euphorie versetzt. Ein Empfang jagte danach den anderen, die Politik wurde nicht müde, sich mit dem in Bludenz lebenden Gaschurner, der in der Schweiz geboren wurde, ablichten zu lassen. Wie bereits in den vergangenen Jahren, als Izzi 2021 zuerst WM-Silber in Idre Fjäll (Sd), 2022 dann Olympiagold in China und 2025 WM-Bronze in St. Moritz (Sz) holen konnte.
Das einzige was dem immer bescheiden gebliebenen Hämmerle jetzt noch fehlt, ist also WM-Gold. Dass er sich diesen letzten Traum ausgerechnet vor der eigenen Haustür erfüllen könnte – ja fast schon kitschig. Der nächste und wirklich ultimative Anlass für die Politik, sich mit Izzi ablichten zu lassen.
Was irritierend ist
Umso irritierender ist es da, dass sich scheinbar gar nicht alle Entscheidungsträger im Montafon freuen, dass die WM zu Gast ist. Wobei es um sehr persönliche Befindlichkeiten gehen soll, das hierzulande schon ausgestorbene Kirchturmdenken fröhlich Urständ feiert. Genauso irritierend wie die Tatsache, dass man im Süden Vorarlbergs bereits heute für einen schneereichen Winter 2026/27 betet, um nicht schon vor der WM an die Grenzen der genehmigten Kunstschneekapazitäten zu kommen. Nicht, dass es am Ende im März 2027 gar keine Fototermine gibt
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