9000 zusätzliche Pflegekräfte werden bis 2030 in Wien benötigt. Doch oft hapert es bei der Ausbildung auch an der finanziellen Unterstützung. Nun wird für die Erstausbildung neu die Pflegeausbildungsprämie von 600 Euro monatlich umgesetzt. Ebenso stockt die Stadt Ausbildungsplätze auf.
Bis 2030 werden allein in Wien 9000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt. Bei der Ausbildung hapert es oft auch an der finanziellen Unterstützung. Mit der Einführung des Wiener Ausbildungsgeldes wurde bereits im Frühjahr 2021 ein erster Schritt gesetzt. Berufsumsteiger in einer mehr als zwölfmonatigen Ausbildung konnten mit 400 Euro monatlich sozial abgesichert werden.
Jetzt wird dieses Modell erweitert: Für die Erstausbildung wird neu die Pflegeausbildungsprämie von 600 Euro monatlich umgesetzt. Der Zuschlag geht an Pflegeassistenten, Pflegefachassistenzkräfte, FH-Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege und Sozialbetreuungsberufen. Zudem werden bis 2026 die Ausbilungsplätze auf über 4000 aufgestockt.
Die Ausbildungsprämie trägt wesentlich zur Sicherung des Lebensunterhalts bei und ermöglicht Studierenden und Schülern sich voll und ganz auf die Pflegeausbildung zu konzentrieren.
Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ)
„Die Ausbildungsprämie trägt wesentlich zur Sicherung des Lebensunterhalts bei und ermöglicht Studierenden und Schülern sich voll und ganz auf die Pflegeausbildung zu konzentrieren“, sagt Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Er sei sich im Klaren, dass die Anreizfunktion nicht sofort greifen würde, da die Ausbildung bis zu drei Jahre dauert. Langfristig gesehen soll der Pflegermangel damit behoben aber werden.
Dabei heißt es aus den Spitälern, dass es weniger an der Ausbildung liegt, als dass junge Menschen schon nach kurzer Zeit den Job an den Nagel hängen. Hacker sagt dazu: „Ich kann nicht bestätigen, dass die Pflegekräfte aus den Spitälern flüchten, es herrscht eine Fluktuation, wie in jeder andere Branche auch.“










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