26.09.2022 13:13 |

„Furchtbare Folgen“

Arktis-Eisfläche auf niedrigstem Stand des Jahres

Die Eisfläche in der Arktis hat am 18. September den niedrigsten Stand in diesem Jahr erreicht. Die Eisfläche ist auf 4,67 Millionen Quadratkilometer geschrumpft, bestätigt nun das National Snow and Ice Data Center (NSIDC) der USA. In den vergangenen 16 Jahren wurden die niedrigsten Meereisausdehnungen seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen im Jahr 1979 gemessen.

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Die Erderwärmung hat demnach verheerende Auswirkungen auf die Arktis, wo die Temperaturen viermal so schnell ansteigen als in den meisten Regionen der Welt, warnte Greenpeace. Das schmelzende Arktis-Eis werde für die Weltmeere und die Tiere an Ort und Stelle „furchtbare Folgen“ haben, so die NGO.

Eisfläche reflektiert Sonnenstrahlen besser als dunkles Wasser
Auch für das Klima sei dies fatal: Die weiße arktische Eisdecke reflektiert die Energie der Sonnenstrahlen zurück ins Weltall und hilft damit im Kampf gegen die Erderwärmung. Das dunkle Wasser absorbiert allerdings diese Energie und unterstützt die ansteigenden Temperaturen. „Gleichzeitig wollen Ölkonzerne den Rückgang der arktischen Eisdecke für Ölförderungen nutzen“, so Greenpeace.

„Die Arktis ist der Kühlschrank unseres Planeten. Doch wir lassen die Türen weit offen stehen. Regierungen weltweit scheinen darauf zu warten, dass das Eis in der Arktis komplett verschwindet, bevor sie Maßnahmen ergreifen. Doch dann wird es zu spät sein. Politikerinnen und Politiker müssen sofort handeln. Wir brauchen eine intakte Arktis, um die Klima- und Artenkrise zu bremsen“, so Lukas Meus, Meeresexperte bei Greenpeace in Österreich.

Greenpeace fordert Netzwerk an Meeresschutzgebieten
Die Umweltschutzorganisation forderte ein Netzwerk an Meeresschutzgebieten in der Arktis, in denen industrielle Tätigkeiten wie etwa die Ölförderungen verboten sind. Ausschlaggebend dafür ist ein neues Hochseeschutzabkommen, das weitreichende Meeresschutzgebiete, unter anderem in der Arktis, ermöglichen könnte. Die letzte Verhandlungsrunde für das Abkommen im August scheiterte. Ein neuer Termin für die nächsten Verhandlungen ist noch nicht bekannt.

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