GUTEN MORGEN

Wallner Höhenmeter | Handy weglegen

Gar nicht so wenige hatten ihn bereits abgeschrieben: Als der schwer angeschlagene Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner, der sein jahrelang gepflegtes Saubermann-Image weitgehend verspielt hatte, im Juni plötzlich von der Bildfläche verschwand, da wünschte man ihm allseits alles Gute - und doch rechnete auch so mancher in seiner Volkspartei damit, dass die politische Karriere nun vorbei sei. Anfang dieser Woche aber kehrte der 55-Jährige zurück in sein Amt. Er wirkt frisch und munter - was er auch beim „Krone“-Interview mit Ida Metzger - zu lesen in unserer Samstag-Ausgabe - glaubhaft vermittelt. Wobei Wallner ganz offen über seine Krankheit spricht. Er habe zunächst geglaubt, er werde seine Belastungssymptome „schon irgendwie hinbekommen“. Doch „schweren Herzens“ habe er sich dann eingestehen müssen, „dass es so nicht weitergeht“. Es gehöre auch zur Verantwortung, zu erkennen, „dass man in so einer Krisenlage nicht weiter handeln kann“. Mit ärztlicher Hilfe und viel Konditionstraining habe er die Belastungssymptome in den Griff bekommen. Wie er sich aus dem Tief geholt hat? Jeder, sagt Wallner, müsse eine Methode finden, seine Balance wieder zu gewinnen. Bei ihm sei es der Sport gewesen, „anfangs nur mit leichter Bewegung im Freien, zuletzt habe ich viele Höhenmeter absolviert, ein richtiges Konditionstraining.“ Fit wie ein Turnschuh sagt man - körperlich jedenfalls. Ob er diese Fitness bewahren kann? Und wie geht es ihm mental?

Das Handy weglegen. Was er in der Politik-Pause gelernt habe, will die „Krone“ vom Comeback-Landeshauptmann wissen. Man müsse gelassener werden, nicht jedem Gerücht Aufmerksamkeit geben. Denn, so Markus Wallners Überzeugung: „Das Tempo hat sich durch die sozialen Medien in Kombination mit den klassischen Medien erhöht. Den persönlichen Medienkonsum muss man hinterfragen: Ist jede WhatsApp, jedes Mail, das gerade ankommt, das wichtigste? Ich war mit hohen Handynutzungszeiten unterwegs. Es muss aber auch möglich sein, das Handy für 30 Minuten wegzulegen, um in Ruhe neue Gedanken zu fassen.“ Wie recht er doch hat! Wünschen wir ihm wie allen, die ähnlich in diese Spirale verstrickt sind, dass er sich seine Erkenntnisse bewahren kann - und vor allem die Stärke hat, sie auch anhaltend umzusetzen!

Kommen Sie gut durch den Samstag!

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