Bei einem Unfall in der OMV-Raffinerie in Schwechat wurde Anfang Juni die Hauptdestillationsanlage beschädigt. Seither läuft die Produktion nur mit rund einem Fünftel der Kapazität. Um Österreich mit Sprit und Diesel zu versorgen, musste die Regierung einen Teil der strategischen Reserven freigeben und auch aus dem Ausland Treibstoffe zukaufen. Nun ist bekannt geworden, dass die schwierigen Reparaturarbeiten im Oktober beendet sein werden. In der zweiten Monatshälfte wird laut Unternehmenschef Alfred Stern die Produktion wieder hochgefahren.
Man liege mit den Reparaturarbeiten sehr gut im Plan, erklärte Stern am Donnerstag im Klub der Wirtschaftspublizisten. „Parallel dazu werden wir aber auch dieses alternative Versorgungssystem, das wir in den letzten Monaten aufgebaut haben, um die Versorgung mit Kraftstoffen sicherzustellen, weiterhin aufrechterhalten, weil wir glauben, dass das zur Balancierung der Märkte und auch zur Wiederbefüllung der Lager notwendig sein wird“, sagte Stern.
Ungarn signalisiert Hilfsbereitschaft
Unter anderem aus Ungarn sind dem Vernehmen nach 18 Millionen Liter Benzin und 29 Millionen Liter Diesel nach Österreich geflossen. Vor wenig Tagen signalisierte die Regierung in Budapest, dass man zu einer Fristverlängerung für die Rückgabe des erhaltenen Kraftstoffs bereit sei. Ursprünglich sollten 40 Prozent der freigegebenen Menge bis zum 31. August und 60 Prozent bis zum 31. Oktober zurückerstattet werden. Nun ist die Deadline der 31. Dezember.
Auch was die Gasversorgung im kommenden Winter betrifft, beruhigte Stern: Man habe schon im März begonnen, Gas einzuspeichern, „das hat dann dazu geführt, dass wir heute die OMV-Speicher zu über 93 Prozent gefüllt haben - das heißt, unsere Speicher sind im Wesentlichen voll.“
Insgesamt sind die Gasspeicher in Österreich zu mehr als 70 Prozent gefüllt. „Mit 70 Prozent sollten wir eigentlich über den Winter kommen.“









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