Schon vor dem Spiel war er teils als Sorgenkind tituliert worden. Dann folgte ein komplett farbloser Auftritt in der Champions League. Während Bayern München über den Sieg der Effizienz gegen Barcelona jubelt, gibt die aktuelle (Un-)Form von Superstar Sadio Mane Rätsel auf.
Zu Saisonbeginn von der Klub-eigenen PR-Abteilung geradezu als Messias hochgejubelt, runzeln immer mehr Beobachter die Stirn. Gegen Barca wirkte Mane glücklos, schwerfällig. Kein einziger Torschuss, keine einzig nennenswerte Offensiv-Aktion, einmal hinderte er seinen Kollegen Thomas Müller sogar am Torschuss. Von deutschen Medien bekommt er praktisch durchwegs einen „Fleck“ in der Benotung verliehen. Andere Journalisten sorgen sich gar um das angeblich verschwundene Lächeln des Sunnyboys. Ein Symbolbild?
Publikumsliebling, Sorgenkind
In er Allianz Arena war der mühsame Abend für Mane nach 70 Minuten vorbei. Da wurde er für Serge Gnabry ausgewechselt. Die Erklärung von Trainer Julian Nagelsmann? Mane sei trotz allem neu, er müsse sich noch akklimatisieren. Aber: „Ich bin überzeugt, dass er sich bei uns beweisen wird.“ Für Mane ist‘s zu hoffen. Zumal er sich selbst ja die Latte durchaus hochlegte. Nach den ersten sechs Pflichtspielen konnte er schon fünf Treffer verbuchen, mutierte schnell zum Publikumsliebling. Robert Lewandowski schien in München schon vergessen, in Liverpool hingegen weinte man dem quirligen Senegalesen nach, ohne dessen Dienste Mo Salah dort nicht funktioniere, hieß es. Bayern sei dagegen mit ihm noch weniger ausrechenbar.
Ein paar Wochen später sieht die Welt schon anders aus. In der Bundesliga blieb er zuletzt dreimal in Folge ohne Torerfolg, ebenso oft wie Bayern ohne Sieg blieb. „Er ist vielleicht zu selbstkritisch“, orakelte Sportchef Salihamidzic zuletzt im „Doppelpass“ auf Sport1: „Da muss er rauskommen.“ Dennoch sei er ein „Riesenspieler“ mit einer „Riesenmentalität“. Zur mentalen Regeneration dürfte der Abend am Dienstag gegen Barca nicht unbedingt beigetragen haben.








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