Es grenzt an ein Wunder, dass der Lenker „nur“ leicht verletzt ist: Ein 34-jähriger Bosnier fuhr Freitagfrüh auf der Inntalautobahn im Tiroler Unterland nahezu ungebremst auf einen staubedingt stehenden Lkw auf. Im allerletzten Moment konnte der Fahrer noch ein wenig nach links lenken, was ihm womöglich das Leben rettete. Die rechte Fahrzeugseite hingegen wurde durch die Wucht des Aufpralls komplett eingedrückt. Eine Polizistin schildert: „Wäre jemand am Beifahrersitz gesessen, hätte er das wohl nicht überlebt!“
Ereignet hat sich der schreckliche Unfall gegen 8 Uhr bei Kundl (Bezirk Kufstein): Aufgrund eines Pannen-Pkw im Bereich einer Baustelle bei Wörgl-Ost - das Fahrzeug hatte einen Reifenplatzer - war es zu einem Lkw-Rückstau auf der A12 gekommen. Ein 34-jähriger Bosnier dürfte das Stauende auf Höhe Kundl übersehen haben - und fuhr quasi ungebremst auf das Heck eines Lkw auf.
Reaktion im allerletzten Moment
„Der Lenker hatte im letzten Moment noch versucht, nach links auszuweichen“, schildert eine Polizistin gegenüber der „Krone“. Und dieser Reaktion dürfte der 34-Jährige sein Leben zu verdanken haben. Während die Beifahrerseite durch den Crash komplett eingedrückt und demoliert wurde, konnte der Lenker auf seiner Seite selbstständig aussteigen. Er zog sich „lediglich“ leichte Verletzungen zu. „Gott sei Dank ist sonst niemand im Wagen gewesen, ein Beifahrer hätte das vermutlich nicht überlebt“, so die Beamtin weiter.
Der 34-Jährige wurde nach der Erstversorgung am Unfallort mit der Rettung ins Bezirkskrankenhaus Kufstein eingeliefert. „Er konnte mittlerweile aber wieder in häusliche Pflege entlassen werden“, hieß es.
22 Kilometer Lkw-Rückstau
Der Unfall sorgte freilich auch für massive Behinderung im Frühverkehr. Kurzzeitig musste die A12 im Bereich der Unfallstelle komplett gesperrt werden. Der folgende Lkw-Stau auf der ersten Fahrspur reichte 22 Kilometer zurück.
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