Mann belog Polizei

Angreifer gab es nicht: Messerattacke nur erfunden

Tirol
28.08.2022 22:00

Indem er vorgab, Opfer einer Messerattacke geworden zu sein und sich dabei an der Hand verletzt zu haben - die „Krone“ berichtete -, rief ein Österreicher im Tiroler Kufstein am Freitag die Polizei auf den Plan. Nach intensiven Ermittlungen der Beamten stellte sich jetzt jedoch heraus, wie es wirklich zu den Schnitten an seiner Hand gekommen war.

Ein südländischer Typ habe mit einem Messer auf ihn einstechen wollen, nachdem er zuvor seine Freundin angesprochen habe - so schilderte ein 32-jähriger Österreicher der Polizei, wie er sich am Freitagabend vor einem Kufsteiner Lokal an der Hand verletzt hatte. Er beschrieb einen dunkelhaarigen Mann mit grünem T-Shirt und dunkler Hose. Doch nun steht fest: Diesen „Angreifer“ gibt es überhaupt nicht, wie Ermittler der PI Kufstein herausgefunden haben.

Im Streit mit Freundin selbst verletzt
Eigentlich geriet der 32-Jährige nicht mit einem anderen Mann, sondern mit seiner gleichaltrigen Freundin in Streit. Vor dem Lokal zerschlug er im Zuge dessen eine Bierflasche auf einem Tisch. So entstand die blutende Wunde an seiner rechten Hand - nicht vom Abwehren eines Messers, wie der Einheimische angab. 

Warum der Mann diese Tat vorgetäuscht hat, muss laut den Ermittlern noch geklärt werden. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung - und wegen Sachbeschädigung, denn der Tisch, auf den er mit der Bierflasche eingeschlagen hatte, wurde beschädigt.

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