
Not macht offenbar erfinderisch: Ökopionier Rudolf Weimann aus St. Georgen an der Gusen beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit alternativen Energiequellen und nachhaltigem Strom und scheut auch vor Selbstversuchen nicht zurück. Seine neueste Idee klingt kurios.
„Dem 25 Grad warmen Abwasser aus der Badewanne wurden mit einer Wärmepumpe 22 Grad Celsius entzogen und so diese Energie rückgewonnen. Diese nützt die Wärmepumpe zum Beheizen des Hauses. Für dieses Konzept habe ich einen Wärmetauscher zum Patent angemeldet“, schildert der Tüftler.
Bereits im vergangenen Winter führte der Pionier die ersten Selbstversuche durch und kam damit sehr gut durch die kalte Jahreszeit. Auch im heurigen Winter will Weimann erneut auf sein System „Heizen mit Abwasser“ setzen.
Betriebskosten sinken
Er sieht darin - gerade in Krisenzeiten wie diesen, da alles immer teurer und knapper wird - ein enormes Potenzial: „Die Betriebskosten für Energie würden im öffentlichen Wohnbau für immer sinken, das warme Abwasser aus den Bädern steht 365 Tage im Jahr gratis zur Verfügung. Aktuell verschwindet das warme Wasser ungenutzt in der Kanalisation. Wir müssen die Energie, die uns da verloren geht, nützen.“
Es gibt Hindernisse
Doch von jetzt auf gleich wäre so eine Umstellung wohl nicht möglich. Denn nicht jedes Abwasser ist laut Weimann zur Wärmegewinnung geeignet. Man bräuchte dafür zwei verschiedene Fallstränge, sprich Ableitungen: „Der erste Fallstrang wäre für Küche und WC. In der Küche zum Beispiel kommt zu viel Fett und Öl in den Abfluss, das würde den Wärmetauscher verlegen. Im zweiten Fallstrang kommt dann das restliche Abwasser aus dem Bad, das kann man nützen.“
















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