Diebe mit Kunstsinn! Aus einer Ausstellung im Grazer Kulturzentrum bei den Minoriten ist eine Skulptur von Manfred Erjautz gestohlen worden. Die etwa 60 Zentimeter große Bronze-Fackel ist einige Tausend Euro wert.
Der in Graz geborene Bildhauer Manfred Erjautz zählt zu den international renommiertesten Künstlern der Steiermark. Von ihm stammen etwa der ewige Schneemann im Hof des Grazer Priesterseminars oder die nach außen gebogenen Fenster in der Andrä-Kirche. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland bestätigen seinen Ruf.
In den vergangenen Monaten wurde sein Schaffen auch in seiner Heimatstadt gewürdigt. Im Kulturzentrum bei den Minoriten am Mariahilferplatz waren unter dem Titel „Things/Dinge“ zahlreiche kleine Skulpturen und Objekte aus seiner jüngsten Schaffensperiode zu bestaunen.
Die Arbeit hat einen beträchtlichen Wert, weshalb die Polizei die Sache auch als schweren Diebstahl einstuft.
Manfred Erjautz
Diebstahl um den 12. Juli
Um den 12. Juli tat sich plötzlich eine Leerstelle auf. Eine seiner neuen Arbeiten, die etwa 60 Zentimeter große Bronze-Skulptur „Fackel“, die einem angebrannten Dachsparren nachgebildet ist, war verschwunden. „Die Arbeit hat einen beträchtlichen Wert“, sagt Erjautz, „weshalb die Polizei die Sache auch als schweren Diebstahl einstuft“.
Kein Kavaliersdelikt
Mit einem Aufruf in den sozialen Medien wollte der Künstler den Dieb oder die Diebe zur Rückgabe animieren, bevor er Anzeige erstattete. Das ist leider nicht passiert. „Ich hoffe aber immer noch, dass die ,Fackel‘ abgegeben wird, oder irgendwo auftaucht und der Fund gemeldet wird“, gibt sich Erjautz zuversichtlich. Trotzdem versteht er nicht, was den Dieb zu seiner Tat getrieben hat. „Das ist kein Kavaliersdelikt oder gar nur ein Spaß.“ Und damit hat er recht - schwerer Diebstahl kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.








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