Ilse Z. (65) leidet bereits seit Monaten unter Schutt und Dreck in ihrer Wiener Gründerzeitwohnung. Schuld daran sei laut ihr der neue Besitzer des Hauses in der Leopoldstadt.
Seit 1994 lebt Ilse Z. bereits in einem Gründerzeithaus in der Leopoldstädter Blumauergasse. Seit November denkt jedoch auch sie immer häufiger daran, wieder auszuziehen. Denn vor rund drei Jahren kaufte ein Asiate das Haus - mit dem Ziel, es aufwendig umzubauen und neue, teure Wohnungen zu errichten. Sein Problem dabei: Einige langjährige Mieter wollen nicht einfach so hinaus, wie auch Ilse Z. „Seitdem ist es einfach nur ein Horror“, schildert die 65-Jährige gegenüber der „Krone“.
Auch ein Lokalaugenschein vergangene Woche bestätigte ihre Aussagen: Das gesamte Haus befindet sich im Dauerumbau. Überall rieselt Staub von der Decke, die Böden sind verdreckt, in den Wänden klaffen offene Löcher. Damit nicht genug, fürchtet sich Z. auch vor dem neuen Herren des Hauses. Immer wieder, so die Mieterin, würde er sie verbal bedrohen und die Baustelle zeitlich verlängern, um sie endgültig hinauszuekeln. „Ich habe schon ums Überleben gefürchtet“, seufzt sie.
Der Eigentümer schiebt hingegen offenbar Frau Z. die Schuld zu. Sie würde Termine immer wieder blockieren und Arbeiter nicht in ihre Wohnung lassen. „Stimmt nicht“, so die Wienerin. Es habe niemals Terminvorschläge gegeben, die Arbeiten hätten auch in wenigen Tagen erledigt werden können. Auf Verbesserungen warten Z. und ein weiterer Mieter also weiterhin vergeblich. Auch der Gang zur Schlichtungsstelle brachte (bisher) nichts.
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