17.07.2022 19:45 |

Drama in Tirol

Bergbahn-Mitarbeiter bei Wartung tödlich verletzt

Dramatische Szenen ereigneten sich am Sonntagnachmittag in Mayrhofen im Zillertal! Kurz vor Betriebsschluss wurde ein Mitarbeiter (52) der Ahornbahn im Zuge von Wartungsarbeiten tödlich verletzt, für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Die in der Bergstation verbliebenen rund 430 Fahrgäste wurden mit Shuttletaxis ins Tal gebracht.

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Der 52-Jährige führte - entsprechend gesichert - auf Stütze 1 eine routinemäßige Wartungsarbeit (Schmieren) durch. Als er seinen Kollegen keine Rückmeldung mehr per Funk gab, begaben diese sich zur Stütze, um Nachschau zu halten. Dort fanden sie ihren Arbeitskollegen zwar auf der Stütze befindlich vor, allerdings war er nicht bei Bewusstsein. 

Reanimation blieb erfolglos
Nach umgehender Erstversorgung und Einleitung der Rettungskette wurde der 52-Jährige durch den vom Hubschrauber abgeseilten Notarzt noch reanimiert - doch leider vergebens. Der Mediziner konnte letztlich nur mehr den Tod des Mannes feststellen. Die diensthabende Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. 

Untersuchungen laufen
Über die genaue Ursache liegen laut Angaben der Mayrhofner Bergbahnen AG derzeit keine gesicherten Erkenntnisse vor. Ein Zusammenhang mit dem laufenden Betrieb sei aus aktueller Sicht auszuschließen. Die zuständige Alpinpolizei führe Untersuchungen durch und werde zeitnah über den Kenntnisstand informieren.

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Wir sind zutiefst betroffen, dass auch mit sofort eingeleiteten Maßnahmen für unseren seit 2018 im Unternehmen befindlichen Mitarbeiter jede Hilfe zu spät gekommen ist.

Meinrad Wilfling, Vorstand der Mayrhofner Bergbahnen AG

Fahrgäste ins Tal gefahren
Die Bahn sei nach Bekanntwerden des Vorfalls außer Betrieb genommen und die in der Bergstation verbliebenen Fahrgäste mit Shuttletaxis in das Tal gebracht worden. Dabei habe es sich um rund 430 Personen gehandelt. 

Bewegende Worte von Vorstandsmitglied
„Die Nachricht über das Ableben von einem unserer geschätzten Kollegen erfüllt uns mit großer Trauer. Wir sind zutiefst betroffen, dass auch mit sofort eingeleiteten Maßnahmen für unseren seit 2018 im Unternehmen befindlichen Mitarbeiter jede Hilfe zu spät gekommen ist. Seiner Familie sprechen wir unser größtes Mitgefühl aus und wünschen den Angehörigen und Freunden in dieser schweren Stunde viel Kraft“, sagt Meinrad Wilfling, Vorstand der Mayrhofner Bergbahnen AG.

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