15.07.2022 19:00 |

Bild zeigt Verletzung

Quallenalarm verdirbt Badesaison in der Adria

Seit Mitte Juni hat sich die Feuerqualle Pelagia noctiluca vor den Küsten Korsikas und der Côte d’Azur explosionsartig vermehrt. Und auch an Stränden an der Adria melden immer mehr Urlauber teils sehr schmerzhafte Begegnungen mit den Nesseltieren; so wie „Krone“-Leserreporter Jo F. Mit den Worten „Argloser Wiener in Jesolo von einer Qualle verletzt“ meldete er sich in der Redaktion und zeigte sogleich den schmerzhaft juckenden Ausschlag, mit dem sein Badegang geendet hatte.

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Tatsächlich gibt es zahlreiche Tipps, wie man den Schmerz lindern kann. An vielen Methoden hat Ozeanograf Fabien Lombard aber Zweifel: „Auf die Wunde zu urinieren hilft sicher nicht“, erklärt der Experte vom Meeresforschungsinstitut Laboratoire d’Océanographie de Villefranche mit einem Schmunzeln. Vor allem aber sollte man nicht die betroffene Stelle „mit Meerwasser spülen oder mit Sand abreiben“.

„Sie injizieren Nervengift“
Feuerquallen etwa schießen aus Nesselkapseln an ihren Tentakeln winzig kleine Harpunen mit einem giftigen Cocktail ab. „Quallen sind blind und stechen daher alles, was ihnen begegnet, um zu probieren, ob sie es fressen können. Sie injizieren Nervengift“, erklärt Lombard.

Bereits 2019 warnte der Weltklimarat IPCC in einem Bericht, die starke Ausbreitung der Quallen führe zu einer „Gelifizierung“, also einer Art Verschleimung der Meere. Wie soll man sich also im Fall des Falles wirklich verhalten?

Nicht in Panik geraten
Guter Rat ist teuer. Wichtigste Verhaltensregel laut Experten: Ruhe bewahren und schnell an Land schwimmen - ohne in Panik zu geraten. Wer wild im Wasser um sich schlägt, aktiviert nur noch mehr von den Nesseln. Quallenreste sollten behutsam entfernt werden. Kühlung kann helfen - ebenso wie Brandsalben oder antiallergische Medikamente. Tritt keine rasche Besserung ein - sofort ärztliche Hilfe aufsuchen!

Ed Ricker
Ed Ricker
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