Viele gynäkologische Eingriffe können wegen Personalmangels in Schwarzach und Tamsweg nicht stattfinden. Andere Spitäler helfen aus.
Die Rechnung ist einfach: Weniger Personal bedeutet weniger Kapazität. Auf der Gynäkologie in Schwarzach und in Tamsweg weiter das Personal sehr knapp. Das bedeutet, dass Patientinnen in anderen Salzburger Spitäler behandelt werden müssen. Das Schwarzacher Spital lagert zurzeit ein Drittel der Geburten an andere Spitäler aus, außerdem gibt es eine Aufnahme-Sperre für onkologische Krebspatientinnen.
Zuvor haben der Primar und drei Ärzte der Gynäkologie gekündigt (die „Krone“ hat berichtet). Auch in Tamsweg ist die Lage ernst: Es gibt noch immer Probleme mit der Arbeitsgenehmigung des Primars. Wann und ob er seine Stelle antritt, ist unklar.
Anstieg in Salzburg
Dass die Arbeitskräfte innergebirg fehlen, merken die anderen Salzburger Spitäler. „Wir haben in den vergangenen Monaten einen deutlichen Anstieg an gynäkologischen Krebspatienten verzeichnet“, sagt Friedrich Hoppichler, ärztlicher Direktor der Barmherzigen Brüder in Salzburg-Stadt. Auch in den SALK-Spitälern gibt es einen Anstieg bei den gynäkologischen Patientinnen. Es gäbe immer wieder leichte Spitzen, jedoch sei die Gesamtbelastung überschaubar", sagte ein Sprecher.
Während die Zuständigen in Tamsweg nur auf die Arbeitserlaubnis des neuen Primars hoffen können, bemüht man sich in Schwarzach um neue Ärzte. So ist das Spital zuversichtlich, dass bis Ende Juli neue Fachärzte auf der Station anfangen können. Auch die Suche nach Primar und Oberarzt läuft.















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