Guten Morgen

Kaum Gas, kaum Diesel | Kaum Wasser

Kaum Gas, kaum Diesel. Langsam beginnt man angesichts versiegender Gaslieferungen in Österreich die Situation doch ernst zu nehmen - auch wenn man weiterhin den Eindruck nicht verliert, Österreich schlurfe irgendwie widerwilligst und unambitioniert der Krise hinterher, während Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes „Gas gibt“. Nun werden per Verordnung heimische Großverbraucher gezwungen, ihre Anlagen von Gas auf Öl umzurüsten, wenn das technisch möglich ist. Die Kosten übernimmt der Bund, das Gesetz soll noch diesen Monat in Kraft treten und trifft vor allem die 50 Fernheiz-Kraftwerke, die teilweise mit Heizöl leicht betrieben werden können. Auch die 35 Industriebetriebe, die mehr als 50 MWh pro Stunde verbrauchen, prüfen einen Umstieg. Apropos Öl: Da schaut es speziell in Österreich auch gar nicht gut aus. Speziell beim Diesel. Wegen des noch längst nicht behobenen technischen Problems in der OMV-Raffinerie Schwechat gepaart mit der angespannten internationalen Ölversorgungssituation - russisches Öl wird boykottiert - droht Diesel an den Tankstellen bald zum knappen Gut zu werden. Man beruhigt zwar. Aber das kennen wir mittlerweile auch schon und dürfen zweifeln.  

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Kaum Wasser. Wenn sie nicht am Meer sind, dann wahrscheinlich am sogenannten „Meer der Wiener“, dem Neusiedlersee - die Ostösterreicher, wo bekanntlich am Freitag schon Schulschluss gefeiert wurde, während der Rest Österreichs erst übermorgen drankommt. Wer am echten Meer in Italien gelandet ist, hat dort mit schwerer Wassernot zu kämpfen, weil es heuer viel zu trocken ist - Klimawandel! Aber wenigstens das Meer hat dort so viel Wasser wie immer, was man vom Neusiedlersee so gar nicht behaupten kann. Niedrigster Wasserstand seit fast 60 Jahren, die für das ökologische Gleichgewicht so wichtigen Salzlacken drohen auszutrocknen - Klimawandel! Auch für den Tourismus droht der bedauerliche Zustand des Steppensees zum immer größeren Problem zu werden. Schwere, früher nie gekannte Unwetter, Hitzeperioden, wie wir sie bis vor 30 Jahren nie erlebt haben, schmelzende Gletscher, die Bergsteiger begraben - und immer noch soll es Zeitgenossen geben, die meinen, wir können so weitermachen wie seit Jahrzehnten! 

Einen schönen Mittwoch!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann

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