Soziologin und Sexualpädagogin Barbara Rothmüller diesmal über die intensive Intimität des Urlaubsflirts.
Beim Reisen kommen die Leut‘ zamm, manchmal näher als gedacht. „Im Urlaub lernt man Menschen so gut und schnell kennen, weil man ständig mit ihnen zusammen ist. Es ist eine sehr intensive Beziehung, nicht wie zu Hause“, sagt Sarah, eine 23-Jährige, in einer Befragung zu Urlaubsflirts. Während ihrer letzten Reise hat sie einen neuen Sexualpartner kennengelernt - und mit ihm eine enge Bindung auf Zeit aufgebaut.
Die Urlaubszeit schafft eine eigene soziale Realität, in der das möglich ist. Menschen erlauben sich Entspannung und lustvolle Aktivitäten. Durch den Schutz der Anonymität in der Ferne fallen sexuelle Hemmungen weg. Im Ferien-Modus trauen sich Menschen, mit ihrer Sexualität zu experimentieren. Es steigt die Risikobereitschaft.
Obwohl es oft ungeplant in der Urlaubsstimmung passiert, ist die Hälfte der Bevölkerung unverbindlichen Sex-Kontakten nicht prinzipiell abgeneigt. Für Sex-Abenteuer im Urlaub braucht man eine gewisse Risikolust, die emotionale und gesundheitliche Gefahren in den Hintergrund treten lässt. Die Wahrscheinlichkeit, dass man Sexpartnern jenseits des Urlaubsortes im Alltag wieder begegnet, ist gering.
Sex-Eskapaden folgen einem allerdings manchmal nach Hause. Nicht nur in Form von sexuell übertragbaren Krankheiten oder ungewollten Schwangerschaften. Sondern auch durch schöne neue Erfahrungen, die Menschen in ihren Alltag mitnehmen. Nach dem letzten Jahr brauchen viele mehr denn je Erholung und Entspannung. Sex on the Beach, vielleicht ein guter Cocktail fürs Leben?
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