Projekt in St. Pölten

Mit „Kunstgriff“ werden Grätzln zum Leben erweckt

Mit dem „Grätzllabor“ will man in St. Pölten eine Brücke von Sozialem zu Kunst und Kultur schlagen. Rund 100.000 Euro wurden vom Gemeinderat dafür bereitgestellt. Damit sollen die Gemeinschaften gestärkt werden.

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Ein neuer Treffpunkt für alle im eigenen Viertel: Im Grätzl kennt man sich, hilft einander, tauscht sich aus. In der Praxis sieht es heutzutage leider oft anders aus. Jeder lebt für sich, man kennt seine Nachbarn kaum. Mit dem neuen „Grätzllabor“ soll dieses Gemeinschaftsgefühl in St. Pölten wieder belebt und gestärkt werden. Anlässlich der Jubiläen der Eingemeindungen der Stadtteile Wagram, Viehofen und Spratzern widmen sich ausgewählte Projekte mit viel Kreativität und Humor den unterschiedlichen Identitäten der einzelnen Viertel.

Kunst und Kultur verbindet
Herz und Hirn hinter dem nachbarschaftlichen Vorhaben sind Lena Weiderbauer und Johanna Figl. Für die beiden Projektleiterinnen ist das Ziel sonnenklar: „In St. Pölten gibt es einen großen Bedarf, Menschen niederschwellig zusammenzubringen.“ Mit neuem Konzept soll das Nachbarschaftliche in den drei Stadtteilen reaktiviert werden. „Kunst und Kultur verbinden die Menschen. Bei der Community-Arbeit kommt noch viel Persönliches dazu und zeigt so neue Möglichkeiten auf“, hält Figl fest. Etwa für einen Eltern-Kind-Treff sowie ein Lern- oder ein Seniorencafé. Auch Corona habe sich ausgewirkt: „Kleine Kinder kennen durch die Pandemie keine Spielegruppen, auch Geburtstagsfeste waren oft nicht möglich. Viele haben sich in dieser Zeit nach Gemeinschaft gesehnt“, so Weiderbauer.

Buntes Programm wartet
Der Raum für neue Ideen werde derzeit gesucht, ab Herbst sollen dann drei Projekte – eines von Schülern, eines von Bürgern und eines von Senioren – ein abwechslungsreiches Programm bieten. So wird etwa gemeinsam mit Schülern aus Wagram ein Performance-Spaziergang unter dem Motto „These are the people in your neighbourhood“ vorbereitet. In Viehofen wird mit einer Stationen-Ausstellung nach „versteckten Heldinnen“ gesucht. Fotografin Franzi Kreis begibt sich mit „Überhaupt kein Lärm“ auf die Suche nach weiblichen Zwischentönen in der Stadtgeschichte. Und in Spratzern wartet ein Schlager-Chor samt Tanzprojekt auf alle Hobby-Sänger und Laientänzer. Die große Vision für die Zukunft bleibt ein Nachbarschaftszentrum in der Landeshauptstadt. Na dann: Auf gute Nachbarschaft!

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