Der Fachkräftemangel ist das größte Problem einer Branche, die sich in den kommenden Jahren komplett neu erfinden muss. Die „Krone“ hat sich bei den laufenden Abschlussprüfungen an den Tourismusschulen Bad Gleichenberg umgehört.
Selbstsicher wird das Galamenü serviert, mit dem nötigen Charme der dazu passende Wein angepriesen. Und all das mitten im Prüfungsstress.
In den Tourismusschulen Bad Gleichenberg stellt sich die nächste Generation an Fachkräften dieser Tage den praktischen Abschlussprüfungen in Küche und Service. „Ihr werdet gesucht wie die Nadel im Heuhaufen“, heißt es am Ende des Abends von den Prüfern.
Viele haben die Branche gewechselt
Im Tourismus fehlen in der Steiermark Tausende Fachkräfte. Während der Corona-Pandemie wechselten viele Einheimische die Branche, Fachkräfte aus dem Ausland fanden nach Ende der Lockdowns nicht mehr in ausreichender Zahl den Weg nach Österreich.
Es gibt im Tourismus eine neue Generation, die es schaffen wird, wieder junge Leute für diesen tollen Beruf zu begeistern.
Paul Kospache, Leiter Tourismusschulen Bad Gleichenberg
Nun fehlen an allen Ecken und Enden Mitarbeiter. Die Branche ist im Umbruch: Wer die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat, könnte mit seinem Betrieb in den kommenden Jahren auf der Strecke bleiben.
Das weiß auch Schulleiter Peter Kospach: „Wir haben im Tourismus generell ein großes Problem, das wir gemeinsam lösen müssen. Es geht um Transformation des Berufsbildes, der Ausbildung und um attraktive Angebote für junge Leute.“
Schülerzahlen gehen zurück
In Bad Gleichenberg gibt es seit Jahren einen Rückgang der Schülerzahlen. Absolventen wechseln oft nach wenigen Jahren die Branche. Das Blatt wendet sich aktuell aber zugunsten der Fachkräfte, was auch die Prüflinge bemerken: „Für mich ist das die perfekte Branche. Ich reise gerne und unterhalte mich gerne mit Menschen. Irgendwann mache ich vielleicht meine eigene Bar auf“, träumt Daniel (17) aus Graz.
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