31.05.2022 07:03 |

Krankenhaus-Apotheke

Wenn tausende Medikamente pro Tag gebraucht werden

Die Apotheke im Klinikum Klagenfurt beliefert neun Spitäler mit Medikamenten. Das Teuerste kostet sogar mehr als eine Million Euro

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Als Logistikzentrum und Produktionsstätte ausgerichtet, hat die Apotheke im Klinikum Klagenfurt mehr als 2600 verschiedene Produkte im Sortiment. „Wobei zum Beispiel Aspirin als ein Produkt gezählt wird, es davon aber mehrere Varianten gibt“, erklärt Karin Hummer, die Leiterin der Apotheke.

Zweimal die Woche wird bei einer örtlichen Pharmafirma bestellt. Sobald die Lieferung eintrifft, wird die Ware – vor allem auf die richtige Temperatur – kontrolliert. „Wir haben einen fixen Lagerbestand. Alleine das automatische Arzneimittellager hat Platz für 60.000 Packungen und schlichtet diese vollkommen selbstständig ein. Es arbeitet dabei nach einer Art Koordinationssystem, damit – im Falle eines Ausfalls – die Medikamente trotzdem zu finden sind“, sagt Hummer, die 32 Mitarbeiter hat.

Neun Krankenhäuser werden versorgt
Rund 300 unterschiedliche Produkte - wie Salben, Zäpfchen, Zytostatika und Co. - werden in der Apotheke selbst hergestellt. „Durch Erhitzen, Einfärben oder Infrarotstrahlung wird überprüft, ob bei den Rohstoffen auch das drinnen ist, was draufsteht“, erklärt die Klinische Pharmazeutin Katja Sternad.

Neun externe Krankenhäuser werden in Kärnten von der Apotheke im Klinikum Klagenfurt binnen 24 bis 48 Stunden beliefert. „Es werden rund 5000 Medikamentenschachteln pro Tag ausgelagert, hinzu kommen noch die Infusionen und Paletten“, weiß die Chefin. Am häufigsten werden Infusionen und Schmerzmittel benötigt.

Das teuerste Arzneimittel ist übrigens eine Infusion um 1,2 Millionen Euro, die Babys in den ersten Lebenstagen zur Heilung eines genetischen Defektes verabreicht wird – gefolgt von onkologischen Arzneimitteln.

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