Mädchen beigesetzt

OÖ: Bewegende Trauerfeier für ermordete Paulina

Die 14-jährige Paulina aus Bad Ischl in Oberösterreich, die vergangene Woche Opfer einer heimtückischen Bluttat wurde, ist am Montagnachmittag in ihrer Heimatstadt beigesetzt worden. Die Kirche "Maria an der Straße" im Ortsteil Pfandl war gesteckt voll. Zahlreiche Mitschüler und Lehrer des Opfers, eine Abordnung der Pfadfinder, Freunde, Nachbarn und weitere Mitbürger standen den Angehörigen in ihrer Trauer bei. Der Trauergottesdienst gestaltete sich zu einer sehr ergreifenden und würdevollen Feier.

Diakon Alois Wiesauer, der Direktor des Bundesrealgymnasiums Bad Ischl, in dessen vierte Klasse das Mädchen gegangen war, und der Obmann der Elternvereinigung erklärten, dass die 14-Jährige durch eine unverständliche Tat aus dem Leben, in dem sie noch so viel vorgehabt hätte, gerissen worden sei. Diakon Wiesauer verglich Paulina mit einem Pfeil, den der "Herr in die Welt hinausgeschossen" hat und der jetzt "in einer anderen, einer göttlichen Dimension sein Ziel sucht".

Den Familienangehörigen des Opfers - auch der leibliche Vater des Mädchens war aus Griechenland angereist - wurde Beistand in ihren schweren Stunden und auch in Zukunft zugesagt. Ein Mädchen und ein Bursch - Schulkameraden aus der Klasse des Opfers - äußerten ihre Gedanken zur Verstorbenen, die sehr beliebt gewesen sei und die viele wie einen Sonnenschein erlebt hätten.

Während des Gottesdienstes wurde ein Bild der 14-Jährigen an eine Wand der Kirche projiziert, Mitschüler gestalteten den musikalischen Rahmen. Anschließend wurde die Verstorbene zur letzten Ruhe am nahe gelegenen Waldfriedhof geleitet und beigesetzt.

Verdächtige hüllen sich in Schweigen
Indes herrschte am Montag weiterhin Unklarheit über das genaue Motiv der Bluttat. Die Verdächtigen schwiegen nach wie vor, die Einvernahme der beiden Männer wird laufend fortgesetzt. Der 48-jährige Stiefvater des Mädchens und sein 19-jähriger Sohn haben ein sogenanntes Tatsachengeständnis abgelegt: Sie gaben zwar zu, das Mädchen getötet zu haben, so Staatsanwalt Franz Haas, aber nicht, warum. Immer wieder werden ein Racheakt an der Mutter, die sich vor Kurzem von dem 48-Jährigen getrennt hat, oder ein sexuelles Motiv ins Spiel gebracht.

Das Mädchen lebte seit 2009 in der Gemeinde und war am vergangenen Dienstag auf dem Weg zur Schule entführt und danach getötet worden. Nur einen Tag später fand die Polizei nach einer groß angelegten Suchaktion die Leiche der 14-Jährigen. Sie war in einem Erdloch auf einem Grundstück in der Ortschaft Radau in St. Wolfgang vergraben worden. Als Todesursache wurde ein schweres Schädel-Hirn-Trauma festgestellt.

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Sonntag, 07. März 2021
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